Besuch aus Wroclaw/Polen

Besuch aus Wroclaw/Polen

Am Freitag, den 22.05.09, wurden einige Schüler unserer Schule für eine Woche von polnischen Schülern besucht und erlebten eine interessante und aufregende Zeit.

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Am Freitag, den 22.05.09 war es endlich soweit, die polnischen Schüler kamen ins schöne Ostfriesland. Wir holten sie um 10.45 am ZOB ab. Abends trafen wir uns in der Schule zum polnischen Abend. Es gab das Nationalgericht Bigos (Sauerkraut und Fleisch). Währenddessen hörten wir Vorträge über die Feiertage in Breslau. Bei Tee und Kuchen wurde ein Theaterstück über eine polnische Sage vorgeführt.

Am nächsten Tag ging es früh los. Wir fuhren nach Bremen zum Science Center. Danach fuhren wir ins Zentrum der Hansestadt und hörten uns erst noch einige, kurze Referate an, bevor wir endlich Zeit hatten die Läden zu erkunden. Jedoch kam es bei diesem Ausflug auch zu einigen Komplikationen, als zwei Gastschülerinnen zu spät von ihrer Shoppingtour zurück kehrten. Voller Panik gingen daraufhin zwei Lehrer und drei Schüler zur Straßenbahnstation um die Beiden abzufangen. Mittlerweile war der Zug schon Abfahrt bereit, doch von den Polen fehlte jede Spur. Sie tauchten aber plötzlich wie aus dem Nichts am Zug auf, wo sie von zwei Schülern des „Suchtrupps“ gefunden wurden. Allerdings wussten die beiden Lehrer und der andere Schüler nichts davon und so warteten sie sehnsüchtig auf die Verschwundenen- Für sie war es zu spät, der Zug rollte ohne sie ab. Letztendlich sind aber auch sie  noch heil in Aurich angekommen und alle waren glücklich.

Der Sonntag stand den Familien frei zur Verfügung. Viele haben ihren Austauschschülern die schöne Küste Ostfrieslands gezeigt andere waren im Kletterpark oder Tretboot fahren.

Montag lernten die polnische Schüler unsere Schule und die Schulleitung kennen. Am Nachmittag hörten wir Referate die für Herr Kunkels und Frau Ravelings Geschmack ein wenig zu kurz waren. Mit dem neu gewonnenen Wissen machten wir eine Stadtralley.

Dienstag gingen wir von  8- 12.30 Uhr ins Europa Haus in Aurich, wo wir über die bald anstehende Europawahl diskutierten.  Am Nachmittag hatten wir Freizeit. Ein Großteil der Schüler ging in dieser Zeit in den Carolinenhof, um zu bowlen.

Am Mittwoch ging es wieder früh los. Nach einer harten Deutscharbeit ging’s dann in den Bus Richtung Neuharlingersiel, auf die heißersehnte Kutterfahrt nach Spiekeroog. Das Wetter spielte natürlich, wie immer in Ostfriesland, mit: Es hat gestürmt! Doch ab und zu blinzelte auch die Sonne zu uns herunter. Wir machten einen Umweg, um drei kleine Seehunde sehen zu können. Doch leider sahen wir nur ihre Köpfe. Halb erfroren erreichten wir danach die Insel und genehmigten uns ein warmes Getränk. Nach 4 Stunden auf dieser außerordentlich interessanten Insel (man beachte wir hatten in Bremen nur 1 Stunde ; D) fuhren wir wieder (diesmal ohne Umweg) Richtung Küste. Wir waren wie die Brandung – STARK. Mit Regenschirmen und Handtüchern bewaffnet überstanden wir die Fahrt und fuhren dann entspannt mit dem Bus nach Aurich.

Donnerstag ging es dann etwas ruhiger zu, wir hatten Unterricht und eine kurze Unterrichtsanalyse. Am Nachmittag ging es nach Moordorf zum Moormuseum. Eigentlich sollte es eine Fahrradtour werden doch nur 14 von 40 Leuten nahmen sich dies zu Herzen. Die anderen genossen den Fahrdienst ihrer Eltern. Nach einer Zeitreise ins 18. und 19. Jahrhundert ging es wieder zur Schule und wir hatten ein gemeinsames Abschlussgrillen. Wir schleppten 20 Tische und doppelt so viele Stühle ins Foyer und waren nach getaner Arbeit sehr hungrig. Doch zum Ärger Frau Ravelings standen uns nur 6 Salate zur Verfügung. Aber die Rettung nahte, Herr Kunkel fuhr einkaufen und das große Mahl konnte beginnen. Es war jedoch nicht nur das Abschlussessen, auch die Siegerehrung der Stadtralley stand bevor. Der Preis war eine begehrte Ulricianumtasse. aber auch die, die nicht den ersten Platz belegen konnten hatten keinen Grund um traurig zu sein, sie bekamen ein T-Shirt und eine Tasche unserer Schule. Bevor es aber nach Hause zum Kofferpacken ging, mussten wir noch aufräumen. Natürlich halfen alle begeistert mit.

Der Freitag war ein Tag wie jeder andere. Wir mussten zur Schule und die polnischen Schüler konnten ihre letzten Euros in der Stadt ausgeben. Am Nachmittag, die Stimmung war bedrückt, stand der große Abschied bevor. Der Bus fuhr vor, und die Tränen flossen. Bei einigen mehr, bei anderen weniger. Auch wenn sie jetzt weg sind, die Erinnerungen wird bleiben und diese schöne Zeit mit unseren neu gewonnenen Freunden so schnell nicht vergessen werden.

© Lisa-Marie Thaden; Lisa Janssen