Schüleraustausch mit Lunéville
Im Juni 2009 starteten 44 SchülerInnen aus den Jahrgängen 8 bis 10 ihre Fahrt nach Frankreich und besuchten ihre dortigen Austauschpartner vom Collège und Lycée Ernest Bichat für eine Woche in Lunéville.
Und hier nun Eindrücke der SchülerInnen von dieser Reise – so individuell, wie es auch die Jugendlichen sind:
Ankunft am Mittwoch Abend
„Als wir am 3. Juni unsere Reise nach Lunéville starteten, hatten wir noch keinen Plan, was uns diese Woche erwarten wird.“
„Als wir endlich ankamen, haben uns die Familien und unsere Austauschpartner sehr freundlich empfangen. Ich musste zwar ca. 45 Minuten mit dem Auto nach Hause fahren, aber immerhin hatte ich dabei viel Zeit, mich zu erholen.“
Donnerstag
„Am nächsten Tag war die Begrüßung durch die Schulleitung. Anschließend haben sich die Deutschen zur Vorbereitung auf Dienstag den Film ‚Im Westen nichts Neues’ angeschaut.“
„Am ersten Tag des Austausches hatten wir zuerst ein gemeinsames Frühstück in der Cafeteria des Lycées, nach dem Mittagessen bekamen wir einen Fragebogen und mussten durch die Stadt Lunéville laufen, um diesen beantworten zu können. Am meisten beeindruckt hat mich dabei das Schloss, das direkt gegenüber von unserer Schule lag.“
„Durch die Rallye hat man die Stadt auch nicht besser kennen gelernt, da man nur durch die Stadt gehetzt ist und sich nicht viel angucken konnte. Abends gab es wieder einmal sehr leckeres Essen und wir hatten Besuch aus Jamaika.“
«Nous avons dû répondre aux questions et alors j’ai couru dans toute la ville. J’ai vu par exemple le grand château de Léopold 1er, les Bosquets, l’église Saint Jacques, la maison du Marchand et la synagogue. Les monuments m’ont plu beaucoup et j’ai trouvé le rallye très intéressant.»
Freitag
«Vendredi le cinq juin, nous sommes allés à Kayersberg et Colmar. Notre première destination était Kaysersberg, c’est une petite ville avec beaucoup de vignes. En plus, la ville est la cité natale du Docteur Albert Schweitzer et Kaysersberg est à l’heure actuelle l’une des perles de l’Alsace.
„Kaysersberg war ein sehr schönes Städtchen, ich finde es hat sich gelohnt, eine kleine Besichtigungspause einzulegen.“
«La deuxième destination était Colmar. Les profs nous ont montré quelques curiosités et puis, nous avons eu le temps libre. La ville est très jolie. Mais il n’y a pas beaucoup de magasins où on peut faire du shopping.»
Wochenende
„Früh aufstehen hieß es am Samstag, die Nacht war kurz, doch wir standen pünktlich um 9 Uhr auf dem Place Stanislas in Nancy mit unseren Austauschschülern. Zuerst haben wir die Stadt ein wenig besichtigt. [...] Danach haben wir drei Stunden die Läden unsicher gemacht, wobei uns aufgefallen ist, dass es doch sehr teuer in Frankreich ist. Um halb fünf war dann Schluss mit der Shopping-Tour, wir waren alle etwas kaputt und müde. Doch ausruhen konnten wir uns nicht, ganz im Gegenteil: Am Abend gab es noch eine Grillparty. Kaputt und fast tot fielen wir um halb zwei nachts ins Bett. Vom Ausschlafen konnten wir träumen. Um zehn Uhr mussten wir fertig auf der Matte stehen, denn wir verbrachten den ganzen Tag im Abenteuerpark. [...] Das Wochenende war doch sehr anstrengend.“
„Der Samstag war für mich in meiner Austauschfamilie eher ein Ruhetag, wo wir fast den ganzen Tag Fussball auf einem Trainingsplatz in der Nähe gespielt haben. Am Sonntag hatten wir eine Fahrradtour geplant. 30 km sind es insgesamt geworden, wo ich manchmal auf den Hügeln einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung hatte. Was mir jedoch nicht gefiel, war, dass man ständig bergauf fahren musste und dabei Gegenwind hatte.“
Montag
«Les cours au lycée et au collège ont été très bizarres. C’est parce que les profs parlent très vite et nous n’avons pas beaucoup compris. Mais tous les gens sont gentils à l’école.»
„Am Vormittag hatten wir Unterricht. Chemie. Es gab Computer im Chemieraum, in denen die Schüler die Arbeitsaufträge lesen konnten. Der Lehrer war ganz nett und hat für uns das meiste übersetzt und die Schüler mussten auf Deutsch antworten.“
«L’après-midi, nous sommes allés au Château d’Haroué et à Sion. Dans le château, une famille habite depuis des générations et une femme qui y habite nous a montré son château. Le mobilier date du 18e siècle […] et il y a un salon doré unique en Lorraine.»
«Le château d’Haroué était fantastique et j’ai aimé cette excursion bien que la propriétaire n’était pas sympa.»
„Vor der Besichtigung hatte uns die Führung [extrem scharf] zurechtgewiesen, deshalb hatte kaum jemand noch Lust, das Schloss zu besichtigen. Aber es hat sich doch noch gelohnt, die Führung mitzumachen. Am Ende der Führung war die Schlossherrin wieder gut gelaunt, als wir fragten, wer sie denn auf den Bildern sei.“
„Danach durften wir uns im großen Schlossgarten frei aufhalten. Später fuhren wir nach Sion, um die schöne Aussicht zu genießen.“
Dienstag
„Die Deutschen fuhren mit dem Bus nach Verdun, während die Franzosen zur Schule gehen mussten. Nancy fiel aus, da ein großer Teil am Wochenende bereits dort gewesen war. In Verdun haben wir das Gebeinhaus sowie den riesigen Friedhof mit ca. 15.000 Kreuzen gesehen. Viele waren davon schockiert. Dazu mussten wir ein paar Fragen beantworten und sie später abgeben. Außerdem konnte man im naheliegenden Wald noch viele Krater vom damaligen Krieg sehen. Es war eine gute Idee, nach Verdun zu fahren.“
«Verdun est une très jolie ville et très intéressante. […] Quand nous sommes arrivés à Lunéville, les profs et les Français nous ont attendus parce que c’était le dernier jour et le dernier soir en France et nous avons fait une fête d’adieux au lycée avec la musique et beaucoup à manger et à boire. Au début, le groupe du lycée a fait de la musique, puis quelques profs qui sont un groupe aussi ont fait de la musique et finalement nous avons écouté la musique d’une CD.»
„Es wurde meist nur französische Musik gespielt. [...] Man kann nicht so gut dazu tanzen. Wir kannten keine Lieder [...].“
„Am Abend war eine Abschiedsfeier vorbereitet, wo man sich noch richtig mit den Franzosen austoben konnte.“
Mittwoch
«En tout, ça a été une bonne période et la semaine était très intéressante et instructive.»
«L’échange de Lunéville avec Aurich était très bon. Les Français sont gentils et je pense qu’aucun n’a eu un problème avec la langue.»
«En général, l’échange a été une bonne chance pour être avec des gens différents et pour faire du progrès en français. Je pense que beaucoup d’élèves veulent faire l’échange encore une fois.»
„Als es am Mittwochmorgen wieder nach Hause ging, waren trotz guter Erfahrungen alle froh, wieder in ihre Familien zu kommen.“
Ein großes Dankeschön an unsere Kolleginnen aus Lunéville und an die französischen Schüler und deren Eltern für ihre Gastfreundschaft!
Dankeschön auch an die Teilnehmer der Klassen 8b, 8c, 9b, 9g, 9h, 10a und 10f, die uns mit ihren Reiseberichten – basierend auf ihren subjektiven Wahrnehmungen – die Zusammenstellung der individuellen Zitate ermöglicht haben.
Ebenfalls ein Danke an die Mitfotografen Timo und Johannes.
Irmtraut Schulze-Rodenberg und Dagmar Schlüter
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