Theaternachmittag des 11. und 12. Jahrgangs [1/2]

Theaternachmittag des 11. und 12. Jahrgangs [1/2]

Unter der Regie Alexanders Krebs sahen heute Nachmittag der 11. und 12. Jahrgang das Theaterstück von Heinrich von Kleist „Die Marquise von O…“.

Hunderte Schüler stürmten den Saal, um die von ihnen im Unterricht behandelte Novelle zu sehen. Zu Beginn hielt der Regisseur noch eine kurze Rede und machte auf einige Verhaltensregeln aufmerksam. Dann ging auch schon der Vorhang auf. Das Stück begann mit einer kurzen musikalischen Einleitung, die das junge Publikum sehr ansprach. Durch die 100 Jahre ältere Erweiterung von Ferdinand Bruckner erhielt das Stück neue Reize.

Anne Düe glänzte mit ihrer schauspielerischen Leistung als Marquise, die am Anfang der Geschichte bewusstlos von einem fremden Hauptmann (Thomas Hof) vergewaltigt wird. Im folgendem ist sie nun auf der Suche nach dem Vater ihres ungeborenen Kindes. Durch einige Zwischenfälle verliebt sich die Marquise in den Hauptmann bis sie ihn später sogar heiratet. Weitere Schauspieler des Jungen Theaters Göttingen waren Agnes Giese, Jan Reinartz und Dave Wilcox.

Alles im allem war der Theaternachmittag eine gelungene Abwechslung zum Unterricht.

Hier noch einige Bilder:

Reaktionen aus dem Publikum:

Interessante Interpretation des Stückes. Der Hauptmann hätte sich ein neues T-Shirt besorgen können… (Hannes)

Wir waren von der Leistung der Schauspieler wirklich überzeugt, allerdings haben wir das Buch beide nicht gelesen und wussten nicht worum es geht.. die Diaologe waren teilweise vom Buch übernommen und nicht immer zu verstehen, vor allem nach dem Umbruch in der Mitte sind wir nicht mehr wirklich mitgekommen.

Alles in Allem ein klasse Stück, aber eher für „Theaterkenner“ und nicht unbedingt für alle Schüler..
(Julia und Finja)

Eine gute Interpretation des Stückes. Sehr interessant zu verfolgen wie der Regisseur moderne Musikstücke in die Vorführung mit einbrachte. (Hendrik)

Ein gutes Stück, jedoch hat mich der Erzähler der Geschichte etwas verwirrt. Es war nicht sehr leicht zu unterscheiden, wann er etwas erzählt und dann im Stück als „Friedrich“ eingreift. Dennoch hat mich die Marquis von iher Rolle überzeugt. (Marco)

Es stimmt, dass es etwas verwirrend war, aber da vorher angekündigt wurde, dass es sich um zwei unterschiedliche Versionen handelt, war es trotzdem verständlich. Ich fand es interessant, den Vergleich zu haben zwischen Kleists Werk und dem anderen, bei welchem Emanzipation vor allem zum Ende hin stärker hervortrat. Teilweise hatte die Inszenierung seine Längen durch den Text. Dennoch: es hat mir gut gefallen. (Karoline)

Trotz allgemein guter Darstellung und schönem Schauspiel fielen die vom Regisseur als „leicht“ bezeichneten Änderungen recht grob aus, und machten es für Nicht-Kenner des Buches noch schwerer zu verstehen. (Henning)

Ich fand das Stück nicht so gut, weil ich die Geschichte nicht so ganz verstanden hab und ich fand es auch nicht so gut, dass es nicht genau dem Text der Marquise von O. entsprach, weil ich mir um ehrlich zu sein erhofft habe mir das Lesen des Buches zu ersparen, was ich nun wohl vergessen kann.

Ich glaube mein Problem war es, dass ich die Geschichte nicht kannte und somit manchmal Probleme hatte, dass Stück zu verstehen. Trotzdem gefiel es mir, auch wenn ich  nicht alles verstanden hab. (Christina)

© Fotos Junges Theater Göttingen

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