14 Ulricianer auf europäischen Pfaden in Frankreich

14 Ulricianer auf europäischen Pfaden in Frankreich

Am 06. 03. 2010 begaben sich 11 junge Damen und 3 junge Herren in Begleitung von Frau Schulze-Rodenberg und Frau Mensching zum Frankreichaustausch nach Lunéville, einem Städtchen kleiner als Aurich , gelegen in Lothringen. Der Austausch stand unter dem Motto „Gemeinsam auf europäischen Pfaden“.

Nach einer problemlosen Bahnfahrt bot der Sonntag in den Familien intensive Gelegenheit, die Tauglichkeit der eigenen Französischkenntnisse zu überprüfen. Ergebnis: Die Kommunikation hat überall gut funktioniert.

Am Montag stand nach einer kleinen Schulführung die Vorbereitung auf den am folgenden Tag stattfindenden Besuch des europäischen Parlaments in Straßburg  an. Timo Otten erklärte den anderen Teilnehmern die Grundzüge der europäischen Gemeinschaft und Frau Schulze-Rodenberg rundete die Veranstaltung mit einem informativen Film ab, so dass sich alle gut präpariert fühlten.

Der Besuch im Parlament löste zunächst Erstaunen aufgrund der überwiegend leeren Ränge aus. Wird so Politik gemacht? Wo waren die gewählten Abgeordneten? Mehr oder weniger fassungslos nahmen die Schülerinnen und Schüler auf der Besuchertribüne Platz und lauschten der Debatte über SOLVIT, einem online-Netzwerk zur Problemlösung innerhalb der EU bei Falschanwendung von Binnenmarktvorschriften. Es war nicht die Thematik selbst, die beeindruckte, sondern das Simultandolmetschen, an dem man über Kopfhörer teilhaben konnte. Im Anschluss an den Besuch im Plenarsaal traf die Gruppe den EU-Abgeordneten Mathias Groote, der zunächst einmal schlimmste Befürchtungen der Steuergeldverschwendung (angesichts der leeren Ränge) zerstreute, in dem er erklärte, dass die Abwesenheit der Abgeordneten sich durch die Teilnahme an  Ausschussarbeit begründet. Freundlich erklärte er seinen Weg ins europäische Parlament, bevor dann eine Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung Zusatzinformationen zur EU gab. Insgesamt war es ein interessanter Ausflug, der durch die Besichtigung des wunderschönen Straßburger Münsters abgerundet wurde.

Am Mittwoch ging es nach Nancy, der Haupstadt des Département Meurthe-et-Moselle, gelegen zwischen Straßburg und Metz, die gut 100 000 Einwohner zählt und für Jugendstilbauten bekannt ist. Die  Rallye zur Erkundung der Stadt fiel den eisigen Temperaturen, die  ein Verweilen vor verschiedenen Monumenten fast unerträglich machten, ein wenig zum Opfer. Die Schönheit der Stadt ist bei Plusgraden sicher leichter zu erkennen.

Die Ursprünge der EU führten die deutsch-französische Gruppe am Donnerstag nach Metz, der Hauptstadt Lothringens. Dort standen ein Besuch des Robert Schuman-Hauses (Robert Schuman war mit Jean Monnet der Begründer der EU) sowie ein Quiz zu Europa auf dem Programm. Der letzte Tag war dem Austauschstädtchen Lunéville und der Schule, wo die Ulricianer nachmittags von der Schulleiterin des Lycée Ernest Bichat bei einem „goûter d’adieu“ offiziell verabschiedet wurden, vorbehalten, bevor es dann am Samstag nach herzlichem bis tränenreichem Abschied wieder Richtung Ostfriesland. ging. Anfang Juni heißt es dann „Franzosen zu Gast bei Ulricianern“, denn dann erfolgt der Gegenbesuch.

>> Partnerschaft mit Lunéville

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