Zum Tode von Friedemann Rast
Wir trauern um unseren Lehrer, Kollegen und Freund Friedemann Joachim Rast, der am Ostermontag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben ist.
Die Trauerfeier fand am Montag, 12. April 2010, in der Friedhofskapelle Aurich statt.
Friedemann Joachim Rast *20.08.1946 †05.04.2010
Zum Tode von Friedemann Joachim Rast
Das Gymnasium Ulricianum Aurich trauert um eine seiner markantesten Persönlichkeiten. Am Ostermontag verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren Oberstudienrat Friedemann Joachim Rast.
Wie kaum ein anderes Mitglied des Kollegiums war Friedemann Rast dem Ulricianum seit seiner eigenen Schulzeit eng verbunden. Aufgewachsen in Moordorf, besuchte er bis zum Abitur das Ulricianum, studierte in Kiel Germanistik und Geschichte und kehrte 1975 an seine frühere Schule zurück, wo er in den vergangenen Jahren bis zur Pensionierung im Februar 2010 der Fachgruppe Geschichte vorstand.
Seinem Selbstverständnis nach überzeugter Anhänger des Gymnasiums traditioneller Prägung, tat er sich nicht immer leicht mit schulpolitischen Moden. Dem in den vergangenen Jahren gewachsenen Umfang an formalen Vorgaben im schulischen Alltag begegnete er mit herzlicher Abneigung. Vielen seiner Schüler wird er vor allem als inspirierender, an der einzelnen Persönlichkeit interessierter, humorvoller Pädagoge und brillanter Prüfer in dankbarer Erinnerung bleiben. Mitteilungen an Schüler, Kollegen oder die Schulverwaltung pflegte er gegen den Zeitgeist bis zuletzt mit Füllfederhalter und in charaktervollem, gestochen sauberem Schriftzug zu verfassen. Auch die kürzesten Notizen hatten literarische Qualität.
Der Tradition des Ulricianums war Friedemann Rast bis zum Ausbruch seiner Krankheit durch sein jahrelanges Engagement im Verein ehemaliger Ulricianer verbunden.
Die vielseitige Persönlichkeit Friedemann Rasts lässt sich kaum mit wenigen Worten zusammenfassen: in der schönen Literatur ebenso wie in der fachwissenschaftlichen belesen, klassisch-humanistisch gebildet, doch nicht nur Rezipient, sondern selbst literarisch produktiv, Sprachästhet und vom Temperament und Charakter her ebenso Fachmann wie Künstlernatur. Besonders ragte aus alledem sein Interesse, ja seine Liebe zu den Niederlanden heraus. Intellektuelle Auseinandersetzung mit Kultur und Geschichte des friesischen und Groninger Küstenraumes verschränkte sich bei ihm mit einem innigen grenzübergreifenden Lebensgefühl. Hier lag seine geistige und emotionale Heimat. Vom Besonderen, Individuellen, Persönlichen her das Allgemeine und Abstrakte zu erfassen war sein Anliegen. Dies spiegelt sich in seinen literarischen Werken wider, so etwa in mehreren Firmengeschichten zu ostfriesischen Unternehmen, in einem in seiner Originalität unübertroffenen Reiseführer über Ostfriesland oder in dem von ihm verfassten Textteil in einem Bildband über das Ammerland. Doch auch in seinen Unterricht flossen immer wieder Bezüge zu Kultur und Geschichte der Region ein. Für seine Kollegen organisierte Friedemann Rast unvergessliche Ausflüge und Studienfahrten nach Ostfriesland und in die Niederlande, in deren Verlauf das scheinbar Altvertraute dank seiner Kennerschaft und seiner zahllosen persönlichen Verbindungen in alle Winkel der Region immer wieder völlig neu entdeckt wurde.
Eines seiner letzten herausragenden Engagements für das Schulleben war seine Mitwirkung 2008 bei der Organisation der Jubiläumsfeiern anlässlich des 100. Jahrestages der Verleihung des Literaturnobelpreises an den früheren Ulricianer Rudolf Eucken
Keine Floskel ist es, wenn man feststellt, dass Friedemann Joachim Rast in „seinem“ Gymnasium Ulricianum und darüber hinaus im kulturellen Leben Aurichs und der gesamten Region eine wohl noch lange spürbare, schmerzhafte Lücke hinterlassen wird.
Rüdiger Musolf










Ruhe in Frieden!
unglaublich …
Hatte ihn eine Zeitlang im letzten Jahr in Geschichte…
Geschockt
Ich kannte Herr Rast wohl nicht, aber trotzdem, ist es ja sehr schlimm, und dann auch noch am Ostermontag.
Einfach Nur Schade..
Ich geh in die 6aM Klassenleiterin Fr. Habenicht (Früher Herr Stiehl)
Er war mit Dopp und Feddern der Beste, den man für Geschichte bekommen konnte
Ich werde Herrn Rast immer mit dem Ulricianum verbinden, obwohl ich in nie im Unterricht hatte.
Er war einfach eine Institution dieser Schule und ich erinnere mich gerne an die gemeinsame Zeit in der Schulprogrammentwicklungsgruppe, wo er jedesmal zur guten Atmosphäre beitrug.
Ein anderes gutes Beispiel ist wie er mir auf dem Flur hinterherrief: “Dirk Ortgies!” und ich dachte, was jetzt los sei, nur um dann mit ihm herzlich uber eine Rüge des Presserats für die ON post 9/11 zu diskutieren.
Mein Beileid allen Angehoerigen, Freunden und Kollegen!
Total schlimm…
er war immer freundlich und kannte sich supergut mit geschichte aus
Er war wirklich ein netter, feiner Mensch.
Ich war total geschockt, als ich das gestern gelesen habe……
…..er war einer der besten Geschichtslehrer…
Friedemann Joachim Rast: Ruhe in Frieden!
R.I.P.
Hatte ihn auch mal kurze Zeit in Geschichte
Wird es für ihn an der Schule eine Trauerfeier geben?
Das ist schlimm =(
Ich hatte ihn zwar nur ein halbes Jahr, aber er konnte so gut vom Weltkrieg erzählen, wie kein anderer. =(
Ich mochte seine Art & seinen Unterricht.
Sein Tod hat mich sehr berührt und es tut mir sehr leid, dass er so plötzlich gehen musste.
4 Jahre Geschichtsunterricht – unvergessen – auch, wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Aber ich erinnere mich doch gern an die Zeit, in der ihn auch Schülerstreiche zu für uns humorvollen Ergüssen ins Klassenbuch veranlasst haben. Nur in einer Sache hat er (zum Glück) nicht recht behalten: ich habe mein Abi geschafft, und zwar gar nicht mal so schlecht.
Die Besten gehen stets zuerst…
Auch mein Beileid allen Angehörigen, Freunden und Kollegen!
Mich würde interessieren, was Herr Rast von den Kommentaren zu seinem Ableben halten würde. Zum einen wäre er sicher amüsiert, zum anderen hätte er aber sicherlich sofort den Rotstift zücken, um Rechtschreibfehler und vor allem Ausdruck und Form bei vielen Vorrednern zu korrigieren.
Diese bestimmte und eigene Art machte ihn zu einem besonderen Menschen und unvergesslich.
Ich möchte hiermit auch mein Beileid den Angehörigen aussprechen. Ich habe jahrelang mit Friedeman die Schule und seinen Unterricht genossen. Die Deutschstunden mit Friedemann sind
unvergleichlich gut gewesen. Er hat zu meiner aktiven Zeit in dem Schülerverein AMICITIA des Ulricianums die literarische Arbeit unterstützt. Seine Persönlichkeit
ist mir unvergessen. Schade das er so schnell von uns gegangen ist.
angedenken an meinen alten coolen geschichtslehrer
voll schlimm
beileid an die angehörigen.
er war echt ein netter geschichtslehrer, wir haben in seiner stunde sogar kuchen gegessen und er hat ins klassenbuch geschrieben wie ruhig wir waren etc.
war echt der beste geschichtslehrer.
So anschaulich und facettenreich Geschichte nahegebracht, das konnten (nur) Sie!
La morte n’est pas la fin – De Dood is het Einde niet . – in stille Hoogachting.
Herr Rast war einer der engagiertesten, klügsten, humorvollsten, fairsten und zugewandtesten Lehrer, die ich erlebt habe.
Enna Wilts
Mein herzlichstes Beileid an seine Angehörigen…
Es ist echt ein Schock…Herr Rast war wirklich ein ganz besonderer Lehrer.
Mit Ihm geht ein großes Stück der Geschichte des Ulricianums!
Leider kann ich an der Gedenkfeier nicht teilnehmen, bin jedoch im Herzen dabei!
In Gedenken an “Friedemann”…
Frauke Meyersieck
Wie traurig ist so ein Tod, auch wenn man ein zwiespältiges Verhältnis zu jemandem hatte. Ich hätte Friedemann aus ganzem Herzen noch viele schöne Jahre in munterer Aktivität außerhalb der Schule gewünscht, unterwegs im Kontext seiner vielfältigen Interessen. Es tut mir unendlich leid, dass ihm nach dem Ausbruch seiner Krankheit so wenig Leben geblieben ist. Ich denke an seine Familie.
Er war für uns immer ein liebenswerter,gutgelaunter Mensch-seine freundliche Art hat uns immer gezeigt,das wir froh sein durften,ihn als Nachbarn und Freund zu haben.Wir waren immer in der Hoffnung,das er seine Krankheit besiegen könnte,doch leider war es nicht so.
Wir werden seine kleinen “Zettelchen” an der Haustür sehr vermissen!
Auch als ehemaliger Ulricianer spreche ich hiermit mein Beileid zum Tode Friedemann Rasts aus.
ich bin geschockt. ich hatte ihn zwar nur im 1.Halbjahr in der 5.Klasse aber er war von Anfang an nett zu mir und hat mir auch 1 Stunde am Telefon geholfen.Und auch in der 6.Klasse hat er mich immer , wenn er mich sah gegrüßt .Und auch in der 7 Klasse hat er mir sogar geholfen mit einer Geschichtshausaufgabe , da meine andere Geschichtslehrerin keine Zeit hatte……….ich kann es immer noch nicht fassen…..Ich werde nie schlecht von dir denken , Herr Rast……….
Friedemann war ein Mentor für mich, der mich seit der ersten Unterrichtsstunde 1985 immer begleitete – weit über das Abitur hinaus. Zuletzt bei unserem gemeinsamen Projekt “Der Ulricianer”.
Leider konnte ich mich nicht mehr von ihm verabschieden und hätte ihm auch gerne persönlich die letzte Ehre erwiesen.
Menschen treten in unser Leben
und begleiten uns eine Weile.
Einige bleiben für immer,
denn sie hinterlassen ihre Spuren
in unseren Herzen.
Ruhe in Frieden alter Freund …
Herr Rast war ein netter Mensch der Humor zu schätzen wusste. Er war ein Mensch mit dem man immer reden und das Ulricianum vergleichen konnte.
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Herr Rast und ich teilten unsere Liebe zu Holland. Er hat mir damals sehr geholfen bei der Studiensuche in Groningen. Ich bin schockiert über die Nachricht seines Todes. Helaas te laat, maar bedankt voor uw hulp Meneer Rast en rust in vrede.
1975. Friedemann war mein erster Geschichtslehrer, noch Referendar am Ulricianum. Welch’ Glück! Er hat in mir die Liebe zur Geschichte, zur Heimatgeschichte geweckt. In seinem Unterricht tote Fakten greifbar gemacht, inspirierend vermittelt. Ein Pädagoge, den man (ich) respektierte und der einen respektierte. Ohne Angst und Schrecken, wie sonst noch gerne üblich, zu verbreiten. Ein Lehrer, der nicht Druck machte, sondern mitriss. Danke für die Stunden!
Mein herzliches Beileid der Familie und Freunden !
Ich kannte ihn nicht mal mehr aber wie ihr ihn alle beschreibt muss er echt richtig nett gewesen sein. Mit den Bildern kann ich mir ihn auch so ein bisschen vorstellen .