Vorstellungen neuer Lehrkräfte: Herr Robbe beginnt

Vorstellungen neuer Lehrkräfte: Herr Robbe beginnt

Moin Moin,

mein Name ist Ingo Robbe und seit Februar 2012 arbeite ich als Referendar für die Fächer Deutsch und Englisch am Ulricianum. Die Anstellung in Aurich bedeutete für mich eine kleine Rückkehr, wurde ich doch im August 1985 eben dort geboren und verbrachte meine Kindheit und Schulzeit im beschaulichen Mittegroßefehn. Selbst kein „Ulricianer“, habe ich nahezu meine gesamte Schulzeit an der IGS Aurich-West verbracht, die Jahre dort sehr genossen und 2005 meine Abiturprüfung abgelegt.

Nach dem Abitur zog es mich schon fort von Zuhause, aber auch nicht allzu weit in die Ferne. Eine milde Abneigung gegen alles Großstädtische (die ich erst später verlieren sollte) führte mich ohne Umwege direkt nach Oldenburg, wo ich mich an der Carl von Ossietzky Universität für Anglistik und Germanistik eingeschrieben habe. Schon in der Schule haben mich Sprachen und Literatur fasziniert, sind sie doch nicht nur ein Werkzeug, um sich zu unterhalten, sondern eben auch die wichtigsten Instrumente für das Nachdenken über uns selbst und unsere Welt.

Meine anfänglichen Ambitionen, durch das Studium zu einem Literaten und Universalintellektuellen zu reifen, konnte ich dann an der Uni genauso kanalisieren (indem ich mit Freunden ein Literaturmagazin gründete) wie den immer realer werdenden Wunsch, diese Faszination im Beruf zu nutzen und mit anderen zu teilen. Lehrer zu werden, konnte ich mir auch schon Anfang meines Studiums durchaus vorstellen, die Entscheidung dazu traf ich allerdings erst, als ich durch mehrere positive Erfahrungen merkte: Das kann ich, das macht mir Spaß! So bin ich der Uni und auch der Schule dankbar, dass ich in diesem Beruf etwas tue, das mich persönlich sehr begeistert und mit dem man dann auch noch seinen Lebensunterhalt verdienen kann!

Später nutzte ich die Studienzeit, um etwas in der Welt herumzukommen. In meiner Schulzeit war ich schon einmal in den USA zur Schule gegangen und hatte einen kleinen Einblick in eine andere Kultur bekommen können. Doch so richtig eingefühlt in eine mir zuerst fremde Welt habe ich mich, als ich 2008/09 ein Jahr in Liverpool lebte und Deutschunterricht an zwei Schulen in Wallasey geben konnte. Dieses Jahr, die Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Menschen und die vielen Reise, die ich machen konnte, haben mich mehr gelehrt, als es zwei Studienabschlüsse haben tun können. Als ich zurückkam, wusste ich noch mehr: Das kann ich, das macht mir Spaß, das will ich in Zukunft tun!

Und jetzt ist diese Zukunft schon angefangen, das Studium beendet und das Referendariat schon einige Wochen alt. Ich bin begeistert und beeindruckt von der Arbeit am Ulricianum, von den vielfältigen Möglichkeiten und dem Vertrauen, das einem hier entgegen gebracht wird. Ich hoffe und wünsche mir, dass dies so bleibt und die kommenden 18 Monate lehrreich, spannend und toll werden.

Ingo Robbe