ON: AG-Teilnehmerinnen holen ersten Preis in regionalem Physikwettbewerb!

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Mit nassem Papier zum Sieg
VON HEINO HERMANNS
Zwei Auricherinnen untersuchten für „Jugend forscht“ die Saugfähigkeit des Materials und wurden in Emden Regionalsieger

Aurich/Emden. Mit der Siegerehrung ist gestern Mittag der 33. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ samt der Abteilung für unter 14-Jährige, „Schüler experimentieren“, zu Ende gegangen. Seit Donnerstag präsentierten 131 Jungforscher insgesamt 65 Projekte. Unter den Gewinnern befinden sich drei Ostfriesen. Die beiden Auricherinnen Karlotta Hermanns und Ann Elaine Schettler (beide Gymnasium Ulricianum) wurden Regionalsieger im Bereich Physik bei „Schüler experimentieren“.

Maren Schumacher (Emden) kam ebenfalls eine Runde weiter und darf jetzt zum Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ nach Clausthal-Zellerfeld fahren.

Mit Papier haben Karlotta und Ann Elaine sich beschäftigt – genauer gesagt, mit dessen Saugfähigkeit. Karton, Pappe, Toilettenpapier oder Briefpapier: Nichts war vor den beiden sicher, alles wurde in genormte Streifen geschnitten und in unterschiedliche Flüssigkeiten getunkt. Wasser, Öle oder Spülmittel kamen zum Einsatz. Es zeigte sich, dass in der Tat jede Flüssigkeit zum Aufnehmen ein anderes Papier benötigt. Betreut werden die beiden von Lehrerin Viola Jary, die von der Entscheidung der Jury selbst überrascht war.

Maren Schumacher ist schon ein alter Hase bei „Jugend forscht“. Es ist aktuell ihre vierte Teilnahme. Vor zwei Jahren bekam sie einen Sonderpreis für die Entwicklung eines Marshmallow-Toasters. In diesem Jahr beschäftigte die 17-Jährige sich mit Weißlicht-Hologrammen.

Es zeigte sich auch in diesem Jahr, dass die jüngeren Schüler offenbar etwas mehr Forscherdrang haben als ihre älteren Kollegen. Denn von den 65 Projekten waren 47 in der Kategorie „Schüler experimentieren“ gemeldet – nur 18 nahmen bei „Jugend forscht“ teil.

Beeindruckend waren alle Experimente und Forschungsprojekte. Albert Lienemann, Präsident der Handwerkskammer, nahm sich viel Zeit, als er am Freitagvormittag die Ausstellung anschaute. Es sei einfach toll, was die Schüler auf die Beine stellen, meinte der Fehntjer.

Auch Bernd Gurzki, scheidender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Emden, hatte sich alles angeschaut. Sein Lieblingsprojekt war das von Maren Schumacher. Denn Hologramme gebe es auf jedem Geldschein – das sei auf jeden Fall etwas für einen alten Banker, meinte Gurzki.

Beeindruckt zeigte sich eben falls Rico Mecklenburg, Bürgermeister von Emden und Präsident der Ostfriesischen Landschaft. Der ehemalige Schulleiter dankte insbesondere den vielen Lehrern, die sich mit der Betreuung der Schüler über das normale Maß im Dienst engagieren würden. „Das sehen ihre Schulleiter sicher auch gerne“, sagte Rico Mecklenburg. Er sicherte auch für die Zukunft des Regionalwettbewerbs die Unterstützung von Rat und Verwaltung der Stadt Emden zu.

 

Quelle: ON vom 13.02.2016

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