Neu am Ulricianum: Herr Künzel

Neu am Ulricianum: Herr Künzel

Moin!

Mein Name ist Daniel Künzel und ich unterrichte seit September letzten Jahres die Fächer Deutsch, Geschichte und Politik-Wirtschaft am Ulricianum. Geboren in der Stadt Naila im äußersten Norden Oberfrankens wurde ich bereits im frühesten Kindesalter Zeuge geschichtsträchtiger Ereignisse, als die rund fünf Kilometer entfernte innerdeutsche Grenze fiel und die gut ausgestatteten Supermärkte meiner Heimatstadt durch die Insassen herannahender Kleinwagen gestürmt wurden.
Nach dem Abitur am Hochfranken-Gymnasium Naila und anschließendem Militärdienst begann ich das Studium der Germanistik und Geschichte an der Universität Bayreuth, das ich wenig später durch Politik-Wirtschaft erweiterte. Um die Vorbereitungszeit auf das Staatsexamen etwas abwechslungsreicher zu gestalten, arbeitete ich als Lehrbeauftragter bei einem Nachhilfeinstitut und studierte nebenbei an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Klassische Archäologie und Musikwissenschaft. 2013 begann ich das Referendariat, um endlich in „meinem“ Beruf durchstarten zu können, wobei es mich zunächst in die bayerische Landeshauptstadt verschlug. Dort legte ich, nach einem Jahr Intermezzo als Einsatzreferendar am Jean-Paul-Gymnasium im oberfränkischen Hof, zwei Jahre später das zweite Staatsexamen ab. Nach mehreren bescheidenen Stellenangeboten bayerischer Schulen, bewarb ich mich vor dem Beginn des Schuljahres 2015/16 am Ulricianum, wo ich kurze Zeit später meinen Dienst beginnen durfte.
Der „Große Sprung“ ins norddeutsche Flachland erfolgte sehr spontan und, ehrlich gesagt, zunächst nicht ohne eine gewisse Unsicherheit. Ein Kulturschock blieb jedoch aus, was wohl vor allem durch den äußerst herzlichen Empfang am Ulricianum durch Kollegen, Schüler und Eltern und auch generell durch die Ostfriesen erklärbar ist. Seitdem konnte durch das Erlernen der korrekten Teezubereitung, die Einführung in eine Sportart namens „Boßeln“, den Genuss regionaltypischer Delikatessen wie der „Pinkelwurst“ und die Aneignung durchaus nützlicher Vokabeln wie beispielsweise „Klöterbüx“ oder „Döösbaddel“ (Danke an die 9a und meine letztjährige 10d für die Erklärungen und Wörterbücher!) der anfangs nur spärlich ausgeprägte ostfriesische Teil in mir binnen kurzer Zeit beträchtlich heranwachsen. Auch den landschaftlichen Reiz des hohen Nordens habe ich mittlerweile für diverse Sport- und Freizeitaktivitäten schätzen gelernt.
Mein Fazit nach 13 Monaten: ich freue mich auf rine hoffentlich viele weitere Jahre andauernde Zusammenarbeit mit motivierten, aufgeweckten und überaus korrekten (betone: keine Ironie!) Schülern sowie tollen Kollegen und Eltern!

Herzlichen Gruß und „Servus!“

Daniel Künzel