Sittah überzeugt, der Tempelherr nervt!

Sittah überzeugt, der Tempelherr nervt!

Noch immer wird an der Schule die „Nathan der Weise“ Inszenierung vom jungen Theater Göttingen kontrovers diskutiert. Im Rahmen dieses Beitrags bringen Amira und Tomke ihre persönliche Meinung zum Stück zum Ausdruck. Herzlichen Dank!

Nathan der Weise

– eine Inszenierung des jungen Theaters Göttingen –

Am Montag, den 14.11.2016, ging es für den 10., 11. und 12. Jahrgang um 14:30 Uhr in die Stadthalle, um die Inszenierung des Dramas „Nathan der Weise“ anzuschauen. Der Einlass verlief schwierig, da die Kurse und Klassen nach und nach aufgerufen wurden, bis die Türen schließlich für alle geöffnet wurden. Das Stück begann durch Auftritt Nathans, welcher nach seiner Expedition aus Babylon zurückkehrte. Die Besetzung des Nathan sorgte für Verwirrung, da diese von der eigenen Vorstellung abwich. Die eigene Vorstellung wurde jedoch genauso wenig bei den anderen Charakteren erfüllt, denn beispielsweise Daja erweckte einen eher altmodischen und alten Eindruck in der Inszenierung wie ebenso eine dümmliche Darstellung im Stück. Nach einer Zeit machte sich im Laufe des Stückes im Publikum eine gemischte Stimmung breit. Einige Schüler verfolgten konzentriert die Inszenierung während sie auf die Details und Unterschiede achteten, andere hingegen lenkten sich gewollt von dem Stück ab. Hier bestand jedoch das Problem, dass einige Schüler uninformiert in das Theater gingen und daher viele Erläuterungen zu einem besseren Verständnis durch andere Schüler benötigten. Dieses Verhalten spiegelte sich in der Spielweise der Schauspieler wider, denn man bekam den Eindruck, dass sie ihr Schauspiel schnell über die Bühne bringen wollten, um zu der Pause zu gelangen. Nach der viertelstündigen Pause beruhigte sich die Atmosphäre im Saal und der zweite Teil des Stückes konnte beginnen. Jedoch traten einige Störungen auf durch Schüler, welche zu spät eintrafen und  noch zu ihren Plätzen gelangen mussten. Durch die Enthüllung über die wahre Herkunft Rechas und die damit verbundene Problematik entstand Spannung, welche sich auf das Publikum übertrug und somit für Aufmerksamkeit sorgte. Dadurch verbesserte sich ebenfalls die Spielweise der Schauspieler, obwohl diese beispielsweise bei Recha den Zuschauer nicht erreichte. Dafür überzeugten vermeintliche Nebenrollen, wie die der Sittah, welche wirklich überzeugend und beeindruckend gespielt wurde und somit eine starke und tragende Rolle bekam. Einige Teile der Inszenierung wurden jedoch im Publikum negativ aufgenommen, wie beispielsweise die Verkörperung des Tempelherrn, welche als nervig empfunden wurde, da er größtenteils sehr hibbelig, unkonzentriert und aufgedreht erschien und nur auf der Spielfläche hin und her rannte oder mit seiner Kleidung rumfuchtelte. Wir kommen zum Fazit, dass das Stück durch gute Metaphern, wie die Steine, interessant inszeniert wurde und der Gedankengang derjenigen, die mit den Textbelegen vertraut sind, angekurbelt wurde. Eine große Langeweile trat allerdings für den 10. Jahrgang und die restlichen Schülerinnen und Schülern, die keine Informationen über das Stück besaßen, ein.

Text: Amira Toleimat und Tomke Wachtendorf.

Bild: Amira Toleimat