Ordentlich tanken

Ordentlich tanken

… solltet ihr ohnehin nur an der Zapfsäule.  Aber welche schrecklichen Folgen Alkoholkonsum insbesondere auch im Straßenverkehr haben kann, ist den Kursteilnehmern aus den Tutorien Hagen und Musolf spätestens heute Nachmittag, als Polizeikommissar Kruse von der Polizeiinspektion Aurich Wittmund die „Verkehrserziehung Jahrgang 11“ durchführte, deutlich geworden. 

Kruses alarmierenden Zahlen verdeutlichen den Sinn der Präventionskampagnen. 2016 habe es in seinem Kreis 418 Trunkenheitsfahrten gegeben, absolute Spitzenwerte habe dabei eine „Berufsalkoholikerin“ erzielt, die mit 3,74 Promille aus dem Auto gestiegen sei. Insgesamt hätten mehr als 50 % der positiv getesteten Personen einen unzulässigen Promillewert von über 1,6 Promille erzielt. Fatal, wenn man berücksichtigt, dass ab dieser Promillegrenze für Rad- und Autofahrer die absolute Fahruntüchtigkeit angenommen wird und – egal ob Rad- oder Autofahrer – dem Betrunkenen eine Verurteilung nach § 316 StGB droht.

Und diese Verurteilung werde leider nur im günstigsten Falle ausgesprochen, denn ab einer Promillegrenze von 1,6 liege das Todesrisiko eines Verkehrsunfalls 16-mal höher, so Kruse. Mit Hilfe zahlreicher Videos veranschaulichte er anschließend, was zuvor die Statistik verraten hatte: Zerrissene Autos, ratlose und leidende Eltern, Angehörige und Freunde, hilflose Rettungskräfte und …. Leichenwagen. 

Alkohol und andere Drogen haben im Straßenverkehr nichts zu suchen, das wussten die anwesenden Schüler bereits vor der Veranstaltung, aber dass eine Missachtung dieser Prämisse nicht nur dem Rad – oder Autofahrer selbst, sondern ebenfalls den Mitfahrern oder zufällig anwesenden anderen Verkehrsteilnehmern schadet, daran wurden alle Teilnehmer erinnert. Herzlichen Dank an Herrn Kruse, der die Veranstaltung im Februar und März insgesamt 6 mal am Ulricianum durchführen wird und an Herrn Lüngen, der als Sicherheitsbeauftragter des Ulricianums im Vorfeld die Organisation übernommen hatte.