Gebündelte Energie im EEZ

Gebündelte Energie im EEZ

Ulricianer beschäftigen sich mit Planung, Organisation und Umsetzung einer eigenen Ausstellung im EEZ

Seit Dezember 2016 befassen sich die Kurse DE805 und LA801 des Gymnasium Ulricianums mit Unterstützung ihrer Tutoren Silvia Hagen und Rüdiger Musolf im Rahmen des Seminarfachs mit dem Projekt „Energeia in der Antike“. Der Begriff „Energeia“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Wirksamkeit oder Energie.

Das Ziel dieses Projekts ist, dass die Schüler lernen, selbstständig eine gesamte Ausstellung zu gestalten. Dabei spielen die Aspekte Planung, Organisation und Umsetzung eine wichtige Rolle. Nach einem ersten Brainstorming haben sich in Bezug auf „Energie in der Antike“ verschiedene Themenfelder ergeben. Die Kursteilnehmer konnten ihre individuellen Schwerpunkte festlegen und daraus sind inzwischen sechs unterschiedliche Projektgruppen entstanden.

Die erste Gruppe beschäftigt sich mit dem Themenfeld der Literatur. Darunter fallen soziale Energien im antiken Drama/Theater und Urenergien in der griechischen Mythologie/Religion sowie zeitgenössische Überlieferungen.

Die Gruppe „Literatur“ bei einem ersten Entwurf: Aus der Wurzel Chaos entstehen die Götter Erebos, Tartaros, Gaya, Eros und Nyx.

Eine weitere Gruppe arbeitet im Bereich der Linguistik. Zu ihrem Bereich gehören sowohl die Herkunft, Bedeutung und Nutzung des Begriffs „Energeia“ als auch die Übersetzung in verschiedene Sprachen.

Ein digitales Memory wird den Besucher der Ausstellung durch die Etymologie des Wortes „Energeia“ führen.

Der Bereich Philosophie bzw. Psychologie stellt die Themen Stoa, Lebensführung und Lebensenergie in Bezug auf Motivation, Vergleich zur Energie heutzutage und das Denken von z.B. Epikur, Aristoteles und Freud dar.

Die Gruppe wird den Besucher mithilfe von Audiogids auf einen digitalen Marktplatz führen. Hier werden Philosophen aus unterschiedlicher Epochen aufeinander treffen, diskutieren und zum Nachdenken anregen.

Das Themenfeld Physik hat das Ziel, den Besuchern der Ausstellung die Statik und Mechanik in der Antike anhand geeigneter Modelle aufzuzeigen sowie die Entwicklung der Mechanik darzulegen.

Man sieht das Aquädukt vor lauter Bögen nicht.

Exemplar für die Darstellung des zu druckenden Aquäduktes im 3D-Programm.

Die Sportgruppe veranschaulicht den Tagesablauf eines Sportlers in der Antike. Darunter fallen Energieaufnahme und -zerfall, die Olympischen Disziplinen im Vergleich zwischen Gegenwart und Antike sowie die Energiebeeinflussung durch Doping.

Andere Zeiten, andere Umstände. Das Leben eines Sportler der Antike nimmt die Gruppe „Sportmedizin“ unter die Lupe und vergleicht dieses mit dem eines modernen Sportlers.

Die letzte Arbeitsgruppe arbeitet zum Thema Energie und Nahrung. Diese Gruppe hat bereits am 28.02.17 für unsere beiden Tutorien römische Globuli nach einem Alltagsrezept der Antike gekocht. Während der Ausstellung werden der Nährwert und die Energie für die Herstellung dieser im Vordergrund stehen.

Anna und Pia bei der Herstellung römischer Globuli.

Zur Erarbeitung unseres Projekts steht uns in erster Linie das Zukunftslabor, die reguläre Ausstellung und die technischen Ausstattungen, darunter ein 3D-Drucker, des EEZ`s. Unterstützt werden wir außerdem vom ZNE (Zentrum für nachhaltige Ernährung der Bahlsen Stiftung), dessen Lehrküche nicht nur mit Wärmekameras ausgestattet ist, sondern ebenso über ein System verfügt, bei dem während des Kochens der Energieverbrauch (Wasser, Strom etc.) gemessen wird. Außerdem können wir andere Bereiche wie z.B. die Landschaftsbibliothek nutzen. Unsere Ausstellung wird Anfang Sommer 2017 im EEZ zu sehen sein. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher.

Sina Henkel und Lisa Fleßner (LA801)