EU-Abgeordneter Tiemo Wölken diskutierte mit Schülern

EU-Abgeordneter Tiemo Wölken diskutierte mit Schülern

Ganz im Zeichen Europas präsentierte sich das Gymnasium Ulricianum am vergangenen Dienstag. Am Europatag der Schulen organisierten Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und Schulleitung gemeinsam ein umfangreiches Programm. „So schön habe ich die Europahymne seit Langem nicht gehört“, zeigte sich MdEP Tiemo Wölken zu Beginn der Veranstaltung begeistert von der Bläserklasse des fünften Jahrgangs. Nach der musikalischen Einstimmung nahm sich der Abgeordnete mehr als drei Stunden Zeit, um mit Schülern, Lehrern und der Schulleitung gemeinsam europäische Fragen zu erörtern. Schulleiter Dieter Schröder stellte in einer kurzen Rede zu Beginn den „Beitrag der EU für Frieden und Sicherheit“ heraus. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass in Europa seit Jahrzehnten Frieden herrsche. Daher lebe das Ulricianum mit zahlreichen Aktivitäten als „Europaschule“ den europäischen Geist. Dazu gehöre eben auch, dass sich die Schule kontinuierlich an Austauschprogrammen beteilige und Herausforderungen der EU diskutiert würden.


Die Gymnasiasten des zehnten und elften Jahrgangs zeigten sich gut vorbereitet: So war es während einer durch die Schüler gestalteten Podiumsdiskussion in der Aula möglich, Fragen zu allen Bereichen loszuwerden. Neben Fragen zum Lebenslauf des mit 31 Jahren noch vergleichsweise jungen Europapolitikers, stiegen die Jugendlichen aber auch inhaltlich tief ein. Besonders brennend interessierte sie, wie es nach dem drohenden Ausstieg Großbritanniens mit der EU weitergehe. Wölken wusste dabei zu antworten, dass es keineswegs gut sei, dass Großbritannien ausscheidet, dennoch sei es vergleichsweise schlimmer, wenn rechte Parteien in Gründungsstaaten der EU, wie zuletzt der erstarkende Front National in Frankreich, mit dem Gedanken spielten, auszutreten. Auch das Thema Asyl wurde durch die Ulricianer aufgeworfen. Wölken plädierte in dieser Frage für eine europäische Lösung, die aktuell jedoch schwer zu erreichen sei.


Im Anschluss an die Podiumsdiskussion war es ausgewählten Schülern und Schülerinnen der E-Kurse des Fachs Politik-Wirtschaft des elften Jahrgangs möglich, die Herausforderungen und Chancen Europas vertieft zu besprechen. Dabei sprach der EU-Politiker an, dass es beispielsweise im Agrarsektor „Fehlanreize“ gebe. Er selbst verorte sich thematisch im Bereich Digitales.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine umfangreiche Ausstellung zu Europa und dessen Chancen für junge Menschen.

Die Erasmus + -Beauftragte Gitta Kleen erläuterte dabei im Gespräch, welche Angebote es am Ulricianum gibt. Der EU-Parlamentarier war sich abschließend einig mit den Organisatoren, dass hier beispielsweise die zahlreichen Austauschprogramme wie am Ulricianum dazu beitragen, für „Europa und die Idee von Frieden“ etwas ganz konkret beizutragen.

Text: Sören Mandel

Bilder: Niklas Bohlen