Vive la France: Fahrt nach La Côte Saint-André 2017

Vive la France: Fahrt nach La Côte Saint-André 2017

Vom 30. März bis 7. April waren fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 in Begleitung von Frau Dr. Weferling und Herrn Fenderl zu Gast am Lycée Hector Berlioz in La Côte Saint-André bei Grenoble. Es war bereits das zweite Mal, dass der Frankreichaustausch die Ulricianer in die Region Rhône-Alpes führte.

Im Rathaus wurden wir vom Bürgermeister persönlich empfangen.

Kilian Schmid aus der 9e berichtet:

Nun, am Ende des Austausches, kommt es mir so vor, als ob ich schon viel länger als eine Woche in Frankreich war, da ich so viel erleben durfte. Trotzdem ging der Austausch für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei. Alle Programmpunkte hier aufzulisten würde den Rahmen sprengen, daher berichte ich nur von meinen Highlights. Zum einen wäre das die Fahrt in das Vercors-Gebirge nahe Grenoble. Während des Aufenthalts in den Bergen waren wir klettern an einer Felswand und mountainbiken.

Die Kletteraktion im Vercors Gebirge erforderte Mut und Ausdauer.

Letzteres hat mir besonders gefallen, da ich auch hier in Ostfriesland viel Rad fahre.

Außerdem unternahmen wir eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt hoch über Grenoble. Die Mühen des Aufstieges wurden, oben angelangt, durch einen spektakulären Blick auf das nahe Alpenmassiv, den Mont-Blanc und das tief unter einem liegende Tal samt Grenoble belohnt.

Andere Höhepunkte waren für mich die Besichtigungen der Städte Grenoble und Lyon. Besonders haben mir in beiden Städten die kleinen Läden in den Altstädten gefallen, die, im Gegensatz zu den großen Ketten, den wahren Charakter und die Vielfalt der Region widerspiegeln. Über beide Städte hatten wir eine tolle Aussicht – zum einen von der Bastille auf Grenoble und von der Kathedrale Fourvière auf Lyon. Einen Morgen besuchten wir den Unterricht unserer Partnerschule in Frankreich.

Nachdem wir von der Schulleitung begrüßt worden waren, ließen Kaffee, Kekse und Saft die Stimmung steigen. Es wurden Kennlernspiele gespielt, die das erste „Eis“ zum Schmelzen brachten.

Dies hat mir interessante Einblicke in das französische Bildungssystem ermöglicht. Beispielsweise ist der französische Unterricht weitaus weniger interaktiv konzipiert als hierzulande. Die Lehrer halten fast durchweg Vorträge über bestimmte Themengebiete und Schüler kommen selten zu Wort. Ich selbst habe erstaunlich viel verstanden. Bei meiner Gastfamilie habe ich mich ebenfalls wohl gefühlt. Wir haben in einem kleinen Dorf gelebt, das 35km von der Schule entfernt war. Abends haben wir immer lange gegessen und miteinander gesprochen. Durch die Möglichkeit, in einer französischen Familie zu leben, kam ich mir nicht mehr als Tourist vor. Allerdings konnte ich mich bis zum Schluss nicht an den seltsamen Geruch im Haus gewöhnen. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man bei einem Austausch auch einige Einschränkungen hinnehmen muss, dafür aber umso mehr neue Erfahrungen sammeln kann. Insgesamt kann ich jeder/jedem einen solchen Austausch empfehlen. Bei mir zumindest habe ich festgestellt, dass ich mit der dortigen Kultur nun anders vertraut bin und einige Vorurteile sich nicht bewahrheitet haben. Obwohl ich schon mehrmals in Frankreich Urlaub gemacht habe, konnte ich in dieser Zeit das Land viel intensiver kennenlernen.

Ein herzliches Dankeschön geht an den VEU, der die Fahrt auch in diesem Jahr wieder großzügig unterstützt hat!