Mit Tiemo Wölken im Europaparlament

Mit Tiemo Wölken im Europaparlament

Praktikum im Europaparlament in Brüssel vom 09.10-13.10.2017

Nachdem ich am Sonntag den 08.10 mit dem Zug nach Brüssel gereist bin, habe ich am Montag mein Praktikum bei dem Europaabgeordneten Tiemo Wölken im Europaparlament begonnen. Da Herr Wölken von unserer Schule am Europatag für ein Gespräch mit uns Schülern eingeladen worden war, konnte ich bereits dort eine erste Unterhaltung mit ihm führen und den Kontakt herstellen. Während meines Praktikums im Europaparlament habe ich Herrn Wölken und seine Assistenten dann zu verschiedenen Sitzungen der Ausschüsse begleitet oder an Einzelgesprächen von Herrn Wölken mit anderen Politikern teilgenommen. So konnte ich an einem breiten Spektrum von verschiedenen Bereichen in der Politik auf europäischer Ebene teilnehmen.

Am Montag wurde ich von der freundlichen Assistentin Tiemo Wölkens vor dem Europaparlament in Empfang genommen und musste mich zunächst einmal akkreditieren, damit ich für die Woche einen Zugang hatte. Da ein hoher Sicherheitsstandard im Parlament herrscht, ist dies eine gängige Methode. Nachdem ich von Herrn Wölken in seinem Büro herzlich empfangen worden war, bekam ich erstmals das Parlament gezeigt und war beeindruckt, wie riesig dieses ist. Neben den Sälen für die Ausschusssitzungen, dem großen Plenarsaal und den Büros der Abgeordneten gibt auch einen eigenen Supermarkt, ein Fitnessstudio, einen Kiosk, eine Bibliothek und ein Reisebüro. Danach konnte ich noch an einer Sitzung der Fraktion teilnehmen und war bei einem Briefing zum Europäischen Solidaritätskorps dabei.

Im Verlauf meiner Woche nahm ich nun an unterschiedlichen Sitzungen teil. Direkt am Dienstag stand eine Sitzung des Haushaltshausschusses zum aktuellen Thema des Brexit auf dem Programm. Hierbei wurde man über die Position der EU informiert und deren Bedingungen, welche sie stellen, bevor die Verhandlungen in die zweite Phase gehen können. Dies war sehr interessant, da man nun hautnah miterleben konnte, wie sich Abgeordnete über europäische Politik unterhalten, welche man sonst nur aus den Medien kennt. Außerdem nahm ich an verschiedenen Sitzung im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit teil. Die Themen gingen unter Anderem von Tierversuchen in der human Medizin über digitale Sicherheits- und Gesundheitsversorgung bis hin zu einer Anhörung im Thema Mansanto Papers und Glyphosat oder einer Informationsveranstaltung zu dem UN-Gipfel 2020. Die Vielfältigkeit der Aufgaben des Europäischen Parlaments bzw. auch einen Abgeordnetes und dessen Assistenten wurde mir hierdurch sehr bewusst. Während die Mitglieder des Parlaments bzw. die EU selbst in einem Thema Aufklärungsarbeit leisten sollen, müssen in anderen Themenbereichen bedeutende Entscheidungen getroffen werden, die mit unsrem alltäglichen Leben zu tun haben und die uns, im Beispiel der Anhörung zum Thema Glyphosat, schützen sollen. Überdies konnte ich  beim European Citizens Prize Gast sein, bei dem auch eine Nominierte von Herrn Wölken teilnahm, welche den europäischen Gedanken im Alltag fördert. Deutlich wurde hierbei, dass auch repräsentative Aufgaben zu der Arbeit eines Abgeordneten gehören.

Während meiner Woche im Europaparlament war ich auch von der Internationalität beeindruckt. Diese wurde einem nicht nur bewusst, wenn man in einer großen Sitzung durch seine Kopfhörer die deutsche Übersetzung von einer der 24 Sprachen hörte, die gerade gesprochen wurden, sondern auch wenn man durch die Flure lief und Unterhaltungen in unterschiedlichen Sprachen hörte oder auf die verschiedenen Namensschilder der Büros schaute.

Am Freitag hatte ich vor meiner Abreise die Gelegenheit die Stadt Brüssel ein wenig zu erkunden und mir neben Geschäften und Schokoladenläden den „Grote Markt“ genauso wie den „Manneken Piss“ anzuschauen. Auch habe ich mir die Spezialität der Belgier, die leckeren Waffeln, natürlich nicht entgehen lassen.

Ich möchte mich noch einmal herzlich bei Tiemo Wölken und seinen Assistenten  für die Freundlichkeit und die Zeit, welche alle für mich aufgebracht haben, bedanken. Außerdem möchte ich den Auricher Wissenschaftstagen danken, die mir das Praktikum ermöglicht haben.

Bericht und Fotos: Kirsten Reiners