Neu erlebtes Verona

Neu erlebtes Verona

Am 1. und 2. Dezember wurde das Stück Romeo und Julia des Darstellendes Spiel Prüfungskurses DS801 unter der Begleitung von Frau Duensing auf die Beine gestellt und aufgeführt. Zudem gab es auch ein glorreiches Technikteam bestehend aus Malte Höfker und Noah Dahm, die sich um das Licht kümmerten und Joon Saathoff, der die musikalische Begleitung in die Hand nahm. Mareike Wilts, die an den Abenden leider nicht da sein konnte, war Teil der Inszenierungsleitung.

Freitag sprang die Besucherzahl durch die Decke, der Saal war mehr als voll und es mussten weitere Stühle aufgestellt werden. Ein voller Erfolg. Hinter der Bühne waren so gut wie alle sehr nervös, aber das schmälerte nicht die Leistung des Spieles. Das Stück wurde mit altem Text aufgeführt, jedoch gab es auch moderne Elemente, wie zum Beispiel die Benutzung von falschen Pistolen anstelle von Schwertern und Dolchen. Auch der Tod (der sogar ohne Text überzeugend und spannend aufgeführt wurde)  hatte eine wichtige Rolle, da er die Toten, wie zum Beispiel Tybalt und Mercutio ins Jenseits brachte.

Mika Helmke als „der Tod“

Inhaltlich kennt jeder die Hauptthematik des Stücks: Zwei Liebende inmitten der gewaltigen Fehde zwischen zwei Familien – das kann doch gar nicht gut gehen! Tut es auch nicht. Auch diese Neuverfassung endete mit dem tragischen Selbstmord von Romeo und Julia, diesmal dargestellt von zwei Schülerinnen: Esther Harms und Nele Hegenbart.

Die Hochzeit von Romeo und Julia. Im Hintergrund: Der Tod, der die Hochzeit als Anfang vom Ende zeichnet.

Ihre Liebe entsteht inmitten einer Zeitlupen-Kampfszene, Tanzeinlagen zu „No Roots“ bei dem sich klassische Tänze mit modernen Moves verbinden und verfestigt sich durch die Eheschließung durch einem etwas besonderen Pastor. Selbst nach ihrem Tod hört das tragische Liebespaar nicht mit dem Tanzen auf: auch nachdem der Tod persönlich Romeo und Julia abholt, tanzen sie weiterhin ihren Walzer.

Zwei erfolgreiche Abende mit Tränen, Lacher und viel Gesang: die letzte große Aufführung von DS801 ist nicht nur ein erster, kleiner Abschied gewesen, sondern brachte den Kurs auch enger zusammen. Dies sah auch das Publikum deutlich: so viel Spaß beim Spielen steckte auch die Zuschauer an, sodass der überragende Applaus kein Wunder war.

Zuletzt noch einige Eindrücke von den Abenden:

Der Tod beobachtet Julia, bei ihrer Trauer: er weiß, was passieren wird.

Benvolio als Streitschlichter zwischen Mercutio und Tybalt: ohne Erfolg

Schließlich führt der Tod die beiden zusammen: ins Jenseits aber.

Die Tanzeinlagen machten das Stück zu etwas ganz Besonderem

 

und auch die Lichteffekte sorgten für eine faszinierende Handlung

Fotos: DS801 und Niklas Bohlen

Text: Saskia Saathoff und Beate Grojsman