Spargel und Musik an Pfingsten

Ein wenig skeptisch war der Bläserklassenleiter schon, als er von den Organisatoren des Auricher Spargelfest angefragt wurde, ob seine Bläserklasse am Pfingstsamstag auf dem Auricher Kirchplatz auftreten könne. Aber eine Umfrage in der Klasse 7 A ergab, dass viele Schülerinnen und Schüler ihre Ferien noch nicht anderweitig verplant hatten und dass genügend Lust bestünde, sich mit dem neuen Repertoire mal wieder einem Publikum zu stellen. Diskussionsbedarf ergab sich allenfalls hinsichtlich der Kleiderfrage: Der originelle Vorschlag, in weiß „passend zum Spargel“ aufzutreten, fand keine Mehrheit, so dass einmal mehr das „klassische“ schwarze Ulricianums-Shirt obsiegte.

 

Also ging es am Pfingstsamstag ans fröhliche Werk. Um 10:15 waren fast alle zugesagten Klassenmitglieder vor Ort, gruppierten sich auf dem Treppenaufgang des Osteingangs der Lambertikirche und legten los. Viele Eltern, viele Besucher des Spargelfestes sowie zufällig vorbei gehende Passanten bildeten schnell eine große Zuschauergruppe und schon beim zweiten Stück klang das Ensemble mutig und hatte begriffen, dass beim „Open Air“ die Töne nicht zurückkommen, wie man es von der gnädigen Akustik im Güterschuppen gewohnt war. Also hieß es „Gegenhalten“ sowie auch dem Wind und den hin und wieder umfallenden Notenständern Paroli zu bieten. Wenige Stücke später waren auch die Trompeten weitestgehend komplett und konnten bei „Back in the USSR“ und „Seven nation army“ ganze Arbeit leisten. Dem Publikum gefiel die Vorführung sichtlich und kräftiger Applaus belohnte die Vorführung der 7 A, die auch bei ruhigen Stücken wie „For no one“ (mit Saxofonsolo!) oder „Yesterday“ zu überzeugen wusste. Mit „Eye of the tiger“ und „Alles nur geklaut“ ging es dann ins Finale der gut halbstündigen Vorführung.

 

Und wenn auch manchmal „nur“ der Applaus die „Nahrung“ der Künstler ist, so war diesmal die Freude groß, von den Organisatoren des Spargelfestes hinterher mit einem kleinen Umschlag bedacht zu werden, der allen Klassenmitgliedern und dem Dirigenten – nach den Ferien – zu einem großen Eis verhalf.                                                                                                (C.O.Beyer)

 

Bilder: Christina Rector, 7a

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