„Das Leben ist kostbar und lebenswert. Bis zum letzten Augenblick!

Die Hospizbewegung möchte mithelfen, dass unheilbar kranke Menschen ihren
Lebensweg mit Würde zu Ende gehen können.

Im Vordergrund steht, die Lebensqualität des schwerkranken Menschen und seiner Angehörigen zu erhalten bzw. wieder- herzustellen. Das schließt die Linderung körperlicher Beschwerden ebenso ein wie die Befriedigung des Bedürfnisses nach Anregung, Kommunikation, Nähe und Gemeinschaft.“

 

So wird das Ziel der Hospizarbeit auf der Homepage des Hospiz Huus‘ in Leer beschrieben. Im evangelischen Religionsunterricht hatten wir, die 9G, uns zuletzt mit dem Thema „Sterben und Tod in Religion und Gesellschaft“ auseinandergesetzt und auch den Bereich Hospiz angesprochen. So traten wir in Begleitung von Frau Busboom und Frau Grote am Dienstag, den 20.11. den Weg nach Leer an um uns das genauer anzusehen.

Bei Tee, Keksen und Süßigkeiten erfuhren wir von Martina Bakker so einiges über die Hospizarbeit in Leer – über ambulante und stationäre Sterbebegleitung sowie Trauer- und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Gang durch die Räumlichkeiten ließ uns staunen über die freundliche, helle Gestaltung und die Gemütlichkeit, die aus jedem noch so kleinen Detail spricht.

 

Dieses Haus wirkt nicht etwa bedrückend oder deprimierend, sondern der Vormittag war sehr informativ und diese Erfahrung teils so ganz anders als es der/ die ein oder andere vielleicht erwartet hatte.

 

Es folgt ein kurzer Einblick in unsere persönlichen Eindrücke im Anschluss an den Besuch:

 

„Am Anfang dachte ich, dass das Hospiz Huus grau bzw. dunkel gestaltet ist, jedoch bin ich positiv überrascht, dass hier viel mit Farbe gearbeitet wurde.“

„(…) Das Haus ist sehr gemütlich und man fühlt sich direkt wohl.“

„Bevor ich im Hospiz war, dachte ich, dass das Hospiz so wie eine Art Krankenhaus ist, jedoch wurde mir gezeigt, dass es wie ein zweites Zuhause ist.“

„Ich habe gelernt, dass Sterben nicht einfach Sterben ist und das Leben vor dem Sterben nicht immer traurig sein muss.“

„Ich habe gelernt, dass das Thema Tod und die Trauer und die Verlustverarbeitung vielschichtiger ist als man als Außenstehender denkt.“

„Es wurden Themen und Eindrücke einzelner Menschen erzählt, die mich selbst sehr zum Nachdenken gebracht haben. Auch zum Nachdenken über Menschen, die mir sehr nahe stehen und Familienmitglieder verloren haben. (…)“

„Ich bin positiv überrascht vom Hospiz. Es hat mir ein Gefühl von Geborgenheit gegeben. Wenn ein Angehöriger von mir vom Hospiz Huus versorgt werden würde, hätte ich das Gefühl, dass er gut aufgehoben ist.“

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