Mozart in Aurich

Am vergangenen Wochenende war die Aufführung von Mozarts ‚Requiem‘ ein besonderes Highlight in Aurich. Mehrere hundert Zuhörer waren gekommen, um Mozarts letztes Werk mit der Lamberti-Kantorei und dem Orchester ‚Ensemble la festa musicale‘ unter Leitung von Kantor Maxim Polijakowski zu erleben. Bei der Aufführung am 17. März wirkten auch Lehrkräfte des Ulricianums sowie ehemalige Schüler, z.B. der Solist Andreas Heinemeyer (Bass), mit.

Der Aufführung voran gingen zwei Veranstaltungen, die sich vor allem an Schülerinnen und Schüler richteten. Am 15.  März waren Schulklassen des Ulricianums und der Waldorfschule in der Lambertikirche zu Gast. Präsentiert wurden eine Kunstausstellung zu Mozarts Requiem und ein Mini-Vortrag über Mozarts Lebensgeschichte. Artur Prax, Geigenlehrer an der Musikschule, und Kantor Maxim Polijakowski präsentierten Musik von Mozart z.B. aus der berühmten „Kleinen Nachtmusik“ und aus dem 5. Violinkonzert.

Am nächsten Tag wurden dann besonders Kinder und Jugendliche zu einer öffentlichen Probe eingeladen. Auch etliche Schüler/innen unserer Schule und anderer Schulen waren dieser Einladung gefolgt. Dabei wurden die Instrumente des Orchesters vorgestellt, und Orchester und Kantorei musizierten gemeinsam Ausschnitte des Requiems. Herr Polijakowski und Herr Scheepker gaben dabei kurze Hinweise zum Verständnis des Werks.

Bei beiden Veranstaltungen präsentierten drei Schülerinnen des Ulricianums zusammen mit Schulpastor Andreas Scheepker das Krimi-Theaterstück „Tatort Wien“. Herr Scheepker hatte für die drei Schülerinnen ein kurzes Stück geschrieben, in dem aufgeklärt werden sollte, wer Mozart auf dem Gewissen hat.

Constanze Mozart, dargestellt von Anneke Schmidt, erzählte, wie ein nächtlicher Bote den Auftrag eines Grafen an Mozart überbrachte, eine Trauermusik zu komponieren. Franz-Xaver Süßmayr, Mozarts Assistent, wurde gespielt von Anna Lüken. Sie berichtete davon, wie Süßmayr dem schwer kranken Mozart half, sein letztes Werk zu komponieren. Nach Mozarts Tod vollendete er es, und so ging auch Süßmayr in die Musikgeschichte ein. Der Wiener Hofkomponist Salieri wurde von Paula Fleßner gespielt. Salieri wurde verdächtigt, aus Neid seinen Konkurrenten Mozart vergiftet zu haben. Aber es gelang Salieri, diese Verdächtigungen zu zerstreuen.

Auf diese Weise vermittelten die drei Ulricianerinnen dem Publikum sehr lebendig einen Einblick in die Entstehungsgeschichte von Mozarts letztem Werk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: