Ulricianum goes Bundesbank

Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, wird auch in diesem Jahr wieder mit Schülern diskutieren. Oberstufenkurse aus ganz Deutschland waren aufgefordert, sich für den Schülertag am 13. Dezember in der Bundesbank in Frankfurt zu bewerben. Und nun ist es amtlich: In diesem Jahr zählt der Leistungskurs Politik-Wirtschaft Po901 des Ulricianums zu den Auserwählten. Im Zentrum des eintägigen Programms in den Räumen der Finanzinstitution steht eine Fragestunde, in denen sich Weidmann den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellen wird.

Für die Bewerbung mussten die Schüler ein vierminütiges Video produzieren und mögliche Fragen formulieren, die sie dem Bundesbankpräsidenten stellen möchten. Dazu wurde kurzerhand an einem Nachmittag ein Drehtag anberaumt. Ein buntes Potpourri aus Fragen kam dabei zusammen: So etwa die Spitzfindigkeit, ob Weidmann froh sei, dass Mario Draghi nicht mehr Präsident der Europäischen Zentralbank EZB sei. Hintergrund: Im Zentralbankrat der EZB ist Weidmann einer der profiliertesten Kritiker des Niedrigzinskurses von Draghi gewesen. Mehrere Fragen gab es zum Verhältnis zwischen Bundesbank und Politik. Warum konnte z.B. Helmut Kohl bei der Wiedervereinigung den Wechselkurs der Ostmark auf 1:1 festlegen, obwohl der damalige Bundesbankpräsident Pöhl klar dagegen war?

Bei der Fahrt nach Frankfurt wird noch ein Samstag drangehängt, um noch ein bisschen die Großstadt zu erkunden. Ist ja doch irgendwie anders als Aurich. Was nun den Ausschlag für die erfolgreiche Bewerbung gegeben hat, darüber wird in dem Kurs noch heftig gestritten. Man hört immer wieder Stimmen, die meinen, das muss am Auftritt des Schulleiters in dem Video gelegen haben. Andere dagegen sind fest überzeugt davon, dass es die gleichsam als Bonustrack an das Video gehängte Version von „An der Nordseeküste“ gewesen sein muss. Aber das werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls einen herzlichen Glückwünsch an den Kurs! Wir erwarten an dieser Stelle einen Bericht von euch!

Christoph Wilkens

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