Praktikumsbericht FAZ

Im Zeitraum vom 14. Oktober bis zum 25.Oktober 2019 absolvierten wir, Kilian Schmid und Sven Jacobs, ein Praktikum bei der FAZ in Frankfurt. Am ersten Tag wurden wir sehr herzlich von den beiden Sekretärinnen Frau Hedwig und Frau Frenzel empfangen und durch die Redaktionsräume des Feuilletons geführt. In dieses Ressort sollten wir in den nächsten Tagen einen intensiven Einblick erhalten. Außerdem wurden wir direkt zu Beginn des Praktikums mit den Leiter*innen des Feuilletons, Frau Kegel und Herrn Hintermeier bekanntgemacht. Anschließend bekamen wir beide ein jeweils eigenes Büro, sodass es uns möglich war, getrennt zu recherchieren oder Artikel zu verfassen. Wir wurden danach in das Tagesgeschäft eingeführt, indem wir die morgendlich stattfindende Ressortkonferenz besuchen durften. Bei dieser Konferenz werden bedeutende redaktionelle Aspekte diskutiert und für die Journalisten festgehalten, sodass jede*r die Aufgaben für den Tag kennt. Zu diesen Aspekten zählen beispielsweise die Rückmeldung zur erschienenen Zeitung sowie Themen, über die berichtet werden soll.

Hier sind wir vor dem Haupteingang der FAZ.

Bereits am zweiten Tag bekamen wir erste Vorschläge für Artikel, die wir schreiben könnten. Einige dieser Ideen setzten wir im Laufe der Woche um, wie beispielsweise einen Artikel über die Philosophie oder einen anderen über die Auricher Wissenschaftstage. Jedoch waren wir durch die Buchmesse, in deren Zeit wir glücklicherweise unser Praktikum absolvierten, zeitlich ebenfalls eingespannt. Für die Messe bekamen wir von der FAZ zwei Fachbesucherkarten ausgestellt und hatten so die Möglichkeit, die Buchmesse über den gesamten Zeitraum von Mittwoch bis zum Sonntag zu besuchen. Das Besondere daran war, dass die Buchmesse für die Öffentlichkeit erst am Samstag öffnete und wir uns so während der ersten Tage nur unter Fachbesucher*innen aufhielten. Durch ein zufälliges Treffen mit einem befreundeten Verlagsleiter bekamen wir in diesen Tagen auch die Möglichkeit, ein Interview mit der Autorin Andrea Wegener, die ein Buch über ihre Arbeit in einem griechischen Flüchtlingscamp schrieb, zu führen.

Am Samstag der ersten Woche erhielten wir zudem eine Einladung für den Buchmesseempfang der FAZ, der für uns beide das Highlight des ganzen Praktikums darstellen sollte. Unter den Gästen fanden sich verschiedene Autor*innen, Verlagsleiter*innen, Schauspieler*innen, Professor*innen sowie einige berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Reinhold Messner oder Bela B (Schlagzeuger der „Ärzte“). Nach einem reichhaltigen Buffet ließen sich bis spät in die Nacht diverse Kontakte knüpfen und interessante Gespräche führen, so zum Beispiel mit Luisa Neubauer, Klimaaktivistin von Fridays for Future oder mit Prof. Patricia Oster-Stierle, der ehemaligen Präsidentin der Deutsch-Französischen Hochschulen.

Die Frankfurter Altstadt mit dem Eisernen Steg im Vordergrund

Die zweite Praktikumswoche war insbesondere vom Schreiben von potentiell zu veröffentlichenden Artikeln geprägt. Bei einem der Artikel versprach uns der zuständige Redakteur sogar, ihn in den nächsten Wochen in der FAZ zu veröffentlichen. Daneben zeigten uns die Redakteure, wie sie einen Text redigieren und brachten uns einige Fachbegriffe bei. So bezeichnet man beispielsweise die letzte Zeile eines Abschnitts als Hurenkind, wenn sie zugleich die erste einer neuen Seite ist. Diese Form ist möglichst zu vermeiden. Auch die zweite Praktikumswoche verflog sehr schnell und war von zahlreichen interessanten und wertvollen Erfahrungen, wie beispielsweise den Einblick in die Redaktion der Technik- und Naturwissenschaftsseiten, geprägt.

Blick aus dem 50. Stock des Westend Tower

In unserer Freizeit hatten wir die Möglichkeit, viele Eindrücke aus Frankfurt mitzunehmen und weitere Kontakte außerhalb der FAZ zu knüpfen. So waren wir im Schauspiel Frankfurt, um uns ein Theaterstück von Shakespeare anzusehen und besuchten verschiedene Museen. Im deutschen Architekturmuseum trafen wir eine Biologin, mit der wir uns lange über Achtsamkeit und Wahrnehmungstraining in der Wildnispädagogik sowohl im urbanen Raum als auch in der Natur unterhielten. Außerdem trafen wir einen Information Risk Specialist der DZ-Bank, der uns ermöglichte, in den 50. Stock derselben zu kommen, um so einen sehr eindrucksvollen Ausblick über Frankfurt zu erhalten.

Tower 185 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers

Als Fazit lässt sich ziehen, dass uns ein überzeugender Einblick in das Redaktionsleben der FAZ ermöglicht wurde. Neben den Erfahrungen werden wir auch einige Kontakte aus Frankfurt mitnehmen. Als Beispiel zu nennen wären hier vor allem die Redakteure Dr. Edo Reents oder Dr. Simon Strauß, die uns zum Abschluss wichtige und zukunftsweisende Tipps für unsere Zukunft gaben.

Frankfurter Hauptbahnhof und Blick in Richtung des Frankfurter Flughafens

Besonders bedanken möchten wir uns bei Jürgen Kaube, der uns das Praktikum überhaupt ermöglicht hat, bei allen Redakteur*innen, die uns sehr schnell in die redaktionellen Abläufe integrierten sowie insbesondere bei den Auricher Wissenschaftstagen, die uns das Praktikum vermittelt und finanziert haben

Text und Bilder: Kilian Schmid und Sven Jacobs

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