Projekttage Evangelische Religion im EEZ Aurich

‚Schöpfung bewahren – Verantwortung übernehmen‘

„Schöpfung bewahren – Verantwortung übernehmen“ war das Thema der Projekttage des Faches Evangelische Religion für insgesamt vier 5. Klassen im EEZ. Im Unterricht wurde die erste Schöpfungserzählung aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 1, erarbeitet. Auch wenn wir das Weltbild aus der Zeit vor 2.500 Jahren nicht mehr teilen: In manchem ist dieser alte Text uns weit voraus: Alle Menschen sind gleich, Männer und Frauen und Menschen aus allen Völkern. Die Menschen haben Verantwortung für ihre Mitgeschöpfe und sollen die Schöpfung bewahren.

Was das ganz praktisch bedeutet, haben Schüler*innen aus dem Evangelischen Religionsunterricht in den Klassen 5c, 5e, 5f und 5g an drei Vormittagen im Januar 2020 erlebt. Zusammen mit Sarah Kirsch und Andreas Scheepker, die am Ulricianum das Fach Evangelische Religion unterrichten, erlebten sie einen interessanten und kreativen Vormittag im Auricher Energie-, Bildungs- und Erlebniszentrum Aurich (EEZ).

Eine Meditation mit Kerzen stimmte zu Beginn auf das Thema ein. Der Text „Die letzten sieben Tage der Schöpfung“ leitete das Thema ‚Verantwortung ein‘, über das im Anschluss diskutiert wurde. Ganz praktisch ging es danach in einer Kinderreportage um die Frage, wie Plastik hergestellt wird, wie viel Plastik in unserem Alltag enthalten ist und welche Belastung der Plastikmüll für unsere Natur, besonders auch für die Meer, darstellt. Bisher wurden z.B. jedes Jahr 5 Milliarden Plastiktüten allein in Deutschland hergestellt.

An drei Stationen konnten die Gruppen dazu unterschiedliche Themen erarbeiten. Im Labor des EEZ haben die Schüler*innen unter Anleitung von Frau Kirchhoff, die das EEZ-Labor leitet, das Mikroplastik in unserer Umwelt unter die Lupe, bzw. unter das Mikroskop nehmen.

In der Ausstellung konnten die Ulricianer*innen zusammen mit Frau Lamprecht und Frau Cornelius vom EEZ-Team den Auswirkungen von Plastikmüll für unsere Umwelt auf die Spur kommen.

Und im Zukunftslabor konnten sie unter Anleitung von Frau Kirsch und Herrn Scheepker ihre Wahrnehmung unserer realen Welt und ihren Hoffnungen auf eine gute Umwelt mit einer Collage gestalten. In den Pausen war Zeit, die Ausstellungen des EEZ zu erkunden und Spiele und Aktionen auszuprobieren.  

In der letzten Arbeitsphase haben die Schüler*innen mit Hilfe von Tablets recherchiert, was sie selber in ihrem Alltag, bei sich zu Hause oder in der Schule und in ihrer Freizeit tun können, um die Schöpfung zu bewahren.  

Die Schüler*innen notierten viele Tipps, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden, z.B. kein Einweggeschirr und -besteck aus Kunststoff zu verwenden, Mehrwegflaschen zu nutzen und Mineralwasser in Glasflaschen zu kaufen oder selbst herzustellen und die Einkäufe mit Stofftaschen zu erledigen.

Die Klassen wurden mit interessantem Infomaterial vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) versorgt, in dem die Schüler*innen sich weiter informieren und das Thema im folgenden Unterricht vertiefen können, z.B. über Plastik im Meer oder Ideen zur Vermeidung von Plastikmüll. Das Material wurde kostenlos vom BUND zur Verfügung gestellt. Im 360Grad-Kino konnten die Gruppen den Abschlussfilm zum Thema ‚Energie‘ sehen, der tatsächlich optisch und akustisch rund um alle Zuschauer*innen herum präsentiert wurde – ein echtes Erlebnis!

Das Gymnasium Ulricianum ist MINT-EC-Schule, d.h.: wir gehören zu einem Netzwerk von Schulen, die ein ausgeprägtes Profil in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben. In diesem Zusammenhang ist auch die intensive Zusammenarbeit mit dem EEZ förderlich. Ein Leitziel dieses Schwerpunktes liegt aber auch fächerübergreifend darin, „das Verantwortungsbewusstsein und die sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern und leben Offenheit, Toleranz und Gleichberechtigung“ zu stärken. Darin wird auch ein Anliegen des Fachs Religion an unserer Schule berührt, so dass diese Projekttage fächerübergreifend naturwissenschaftliche, religiöse und ethische Schwerpunkte hatten.

Ein herzlicher Dank gilt dem Team vom EEZ für diesen interessanten und kreativen Vormittag, an dem nicht nur eine Menge gelernt wurde, sondern auch viel Spaß dabei war.

Text und Fotos: Andreas Scheepker

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