Ulricianum im Wandel der Zeit

Bald werden wir unsere Außenstelle, die Waldschule in Aurich-Egels, beziehen, weil es an unserer Hauptstelle an der von-Jhering-Straße zu eng geworden ist. In der bald 375 jährigen Geschichte des Ulricianums ist das nichts Neues. Platzmangel oder anders gesagt: bauliche bzw. räumliche Weiterentwicklung gehörte schon immer dazu. Das sehen wir beispielsweise an den zahlreichen Um- und Anbauten am Hauptgebäude, die seit dessen Einweihung im Jahre 1908 hinzugekommen sind. Wir sehen es daran, dass vom Ulricianum in den 60er Jahren das ehemalige Staatsarchivgebäude, in den Neunzigern der frühere Haupt- und auch der vormalige Kleinbahnhof („Bahnanum“) übernommen wurden. So imposant sich der gesamte Campus an der von-Jhering-Straße in den letzten über 110 Jahren entwickelt hat, so ist er doch nicht der ursprüngliche Standort des Ulricianums.

Das Ulricianum der zweiten Baugeneration steht noch heute.

Das Ur-Ulricianum aus dem Gründungsjahr 1646 befand sich am Lambertshof, direkt neben der Auricher Lambertikirche. Das Gebäude gibt es nicht mehr. Aber das Ulricianum der zweiten Bau-Generation steht noch (heute: Staatshochbauamt). Es wurde 1820 bis 1822 an der Stelle des abgerissenen, maroden Altbaus errichtet. Bis 1908 wurde in diesem Gebäude gelehrt und gelernt, erzogen und geprüft. Hier ging auch Rudolf Eucken, der Literaturnobelpreisträger des Jahres 1908, zur Schule.

Und dieses schöne Ulricianum grüßte heute in der strahlenden Frühlingssonne so besonders freundlich, dass man nicht vorübergehen konnte, ohne es zu fotografieren und es an dieser Stelle in Erinnerung zu bringen.

Rüdiger Musolf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: