Sonnenschwerer Sommerduft

Ihre Aufgabe im Fach Deutsch war es, ein Gedicht zu schreiben und es auf einer Seite schön zu gestalten. Die Lehrerin wird die Ergebnisse aller Kinder aus der 5d vervielfältigen und zu einer Mappe zusammenstellen, die jeder Schüler als Erinnerung mitnehmen darf.
Emily Ebert hat diese Aufgabe in der Notbetreuung bearbeitet und mir erlaubt, ein Foto für die Schulhomepage zu machen.


Mir gefällt Emilys Gedicht sehr gut. Es passt zur Jahreszeit, zwischen Mittsommer und den nahen Ferien. Außerdem formuliert es wunderbare Bilder. Meine Lieblingsstelle in ihrem Text ist „sonnenschwerer Sommerduft“.
Wie viel wiegt eigentlich so eine Sonne? Kann sie einen Duft, den man ja eigentlich riecht und nicht auf einer Waage bemisst, schwer machen? Ich glaube, ja. Momentan haben wir so viel Sonne, dass sie in aller Luft und jedem Duft hängt und liegt und schwingt und manchmal drückt. Emily hat das gekonnt zum Ausdruck gebracht.
Dass es um den Sommer geht, merkt man auch daran, dass dieser sowohl im Titel als auch in jeder Strophe mindestens einmal genannt wird. So durchdrungen sind Emilys Verse vom Eindruck der hellen, warmen Jahreszeit!
Die Ausrufezeichen nach dem Titel und am Ende des Gedichts zeigen den Schwung und die Kraft, die der Sommer mit sich bringen kann. Manchmal reicht ein Punkt eben nicht aus.
Wenn man genau liest, merkt man, dass in Emilys Text der Sommer gerade erst anfängt und aufbricht. Dass er noch ganz am Anfang steht, verrät die zweifach formulierte Bereitschaft des Sommers. „Bereit ist der Sommer!“ Du fragst dich, wozu? Ich glaube, er ist vielleicht bereit, einfach ein Sommer zu sein. 

Illustriert hat Emily ihr Gedicht mit Pflanzen und Schmetterlingen. Zahlreiche bunte, kleine Knospen und Blüten winden sich am Rande ihrer Worte. Schmetterlinge setzen sich darauf oder flattern zwischen ihnen her. 

Wie schön, dass ich die Entstehung dieser gelungenen Arbeit heute in der Notbetreuung im SLZ bei weit geöffneten Sommerfenstern sozusagen live miterleben konnte.

Gedicht: Emily, Klasse 5 D

Beitrag: Christine Korte

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