Interpretationen zu Catulls carmen 50

Im Anschluss an die Übersetzung und Analyse von Catulls carmen 50 haben die Lateinschüler der Klassen 11c und 11e selbst Gedichte im Stile Catulls verfasst. Viel Vergnügen!!!


Gedicht 1
Licinius, ich vermisse dich, deine Anmut und deine Scherze.
An diese Nacht denkend, schreibe ich dieses Gedicht,
dass durch deine Inspiration entsteht.
Den Aufgang der Sonne kann ich kaum erwarten, denn er bedeutet
einen neuen Tag, den ich mit dir verbringen kann,
an dem wir mit den Versmaßen und Täfelchen spielen können.
An dich denkend, empfinde ich Freude über das vergangene,
aber auch Trauer über die Dauer bis zu unserem Wiedersehen.
Vollkommen erschöpft von deinem Geist,
aber doch wartend auf dich, kann ich weder Ruhen noch klar denken,
denn du hast mich entzündet.

Gedicht 2
Die Nacht mit dir war wunderbar,
Die Nacht danach nur Stundenschlaf,
Ich muss an dich denken, Licinius, voll Sehnsucht
Dein Verständnis, deine Einzigartigkeit, meine Zuflucht
Jener deiner Verse macht den Augenblick zur Errungenschaft
Deine Scherze und Klugheit wirken wie eine Kraft, eine Wucht
Deine Liebe hat sich um mich errungen, schafft
Wärme im Leib wie Alkohol und Funken in der Luft

Gedicht 3
Mein Licinius, ich kann diesen Tag nur vermissen,
Unsere Spielchen, ich kann sie nicht vergessen
Deine Anmut, ich kann dich nicht vergessen.
Ich liege hier allein im Bett, walze mich herum,
An deine Lieblichkeit muss ich immer denken,
Ich kann nicht schlafen, alles ist stumm,
Nur deine liebliche Stimme könnte mich jetzt lenken.

Gedicht 4
Der Sommer kommt bald,
dann ist es soweit,
wir werden uns treffen,
mit deinem Neffen,
zu der nächsten Feier,
immer dieselbe Leier,
mit viel Freude und Wein,
das wird bestimmt lustig sein.

Gedicht 5
Licinius, was war das heut für eine Freude
Das Gedicht, das wir schrieben ist der Zeuge
Nun dichte ich nur über die Zeit mit dir
Beim dichten unaufhaltbar, das waren wir
Meine Äuglein sahen deine geschriebenen Verschen
Es klingt wie ein wunderschönes Märchen
Ich schmecke noch immer den Wein auf meiner Zunge
Fühle mich nun wie ein kleiner Junge
Freu mich schon auf das nächste Gedicht
Es ist unsere Pflicht
Macht Spaß zu lesen, macht Spaß zu schreiben
Würde gerne länger bei dir bleiben

Gedicht 6
Licinius, mein lieber Licinius
jetzt sitze ich hier und schreibe dir,
war schon bereit gewesen meine Augen zu schließen
doch schlafen konnte ich nicht
was ich sah warst du, wie du so unbefangen
mit mir scherztest.
ich stellte mir vor dich wieder zu sehen
doch schlafen konnt‘ ich nicht
was ich auch tat, du warst da, ich hatte keine Ruhe vor dir
ich habe keine Ruhe.
Was ist es, das mich wachhält?
Der Schmerz des Vermissens oder der Schmerz der Ungewissheit
ob meine Abwesenheit dich so quält, wie mich die Deine

Gedicht 7
Lieber Liebling Lucinius, der gestrige Abend war großartig mit dir,
doch jetzt liege ich alleine ohne Zuneigung im Bett und sehne mich nach dir und deiner
Wärme des Körpers und des Geistes,
um mit dir wieder zu reden, mir dich anzuvertrauen und
gemeinsam bei Wein zu scherzen. Ich kann weder
dich noch unsere vertrauten Spielchen vergessen und
sehne mich danach dieses zu wiederholen.
Ich hoffe wir sehen uns bald wieder liebster Liebling Lucinius, um
das Begonnene fortzusetzen und gemeinsam mit dir
die Freude der Dichtung und der Liebe
zu teilen und zu vereinen, mein liebster Liebling Lucinius.

Zuletzt noch eine kreative Umsetzung der Aufgabe:

Kerstin Kruse, Lateinkurs 11 c/e

Aus dem Latein-Archiv...

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