Am Strand des Lebens – Abiturgottesdienst

In diesem Jahr gab es in der Auricher Lambertikirche gleich drei Abiturgottesdienste für die Ulricianer und Ulricianerinnen.

Da aufgrund der Corona-Regeln maximal 125 Gottesdienstbesucher in der Lambertikirche sitzen dürfen, hat das Gottesdienstteam vorher eine Umfrage gestartet. Etwa die dreifache Anzahl von Abiturienten und Angehörigen hatte sich angemeldet. „Dann bieten wir den Gottesdienst eben dreimal an. So können alle teilnehmen!“, beschloss das Team.

Den Gottesdienst hatten Katharina Heinemeier, Jannik Gerdes und Finja Neumann zusammen mit ihren Lehrern Rainer Heseding und Andreas Scheepker für ihre Mitschüler und Mitschülerinnen mit ihren Familien selbst vorbereitet und gestaltet.

Mit einem festlichen Präludium von Bach eröffnete Jannik Gerdes an der Orgel die Gottesdienste, zu denen die Abiturientinnen und Schulleiter Rüdiger Musolf etwa 400 Gäste in drei Gottesdiensten begrüßen durften. Für Rüdiger Musolf war dieses die erste Abiturentlassung in seiner neuen Aufgabe. Er dankte auch der Lambertigemeinde, dass das Ulricianum zu vielen Anlässen die Kirche nutzen darf.

Das Gottesdienstteam erinnerte an den vor etwa 2 Jahren verstorbenen Mitschüler Julian Wessels und zündete für ihn und seine Angehörigen ein Licht an.

Für die Übergangszeiten im Leben, an denen man eine Lebensphase auch mit vielen Beziehungen und vertrauten Abläufen verlässt, um eine neue zu beginnen, suchte sich das Team des Strandes aus. Spuren hinterlassen, Gutes mitnehmen, gemeinsam unterwegs sein und neue Wege gehen – das waren die Themen, zu denen Katharina Heinemeier, Finja Neumann und Jannik Gerdes gemeinsam mit Religionslehrer Rainer Heseding und Schulpastor Andreas Scheepker Texte als Predigt verfasst hatten.

In allen Beiträgen wurde deutlich, dass die Abiturientinnen und Abiturienten viele gute Erfahrungen aus der Schulzeit mitnehmen und gute Beziehungen fortführen würden. Nun wollten sie aber auch im Vertrauen auf Gott neue Wege gehen und sich auf neue Situationen und Herausforderungen einlassen. „Vielleicht können wir mehr, als wir uns selbst manchmal zutrauen“, war das ermutigende Fazit der Predigtgedanken.

Ein Satz aus dem Konzert für Posaune und Klavier, bearbeitet für Bassposaune und Orgel von Ernst Sache war das musikalische Highlight der Gottesdienste. Jannik Gerdes virtuoses Orgelspiel und Ina Coordes‘ kunstvolles und lebendiges Spiel mit der Bassposaune begeisterten die zuhörende Gemeinde.

Am Ende wurde wie in jedem Abiturgottesdienst, vielleicht auch hier und da mit feuchten Augen, das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ gesungen. Mit dem Segen und eine flotten Orgelstück wurden die Abiturientinnen mit ihren Familien aus der Kirche geleitet und erhielten als Erinnerungsgeschenk eine kleine Flaschenpost mit einem guten Wort für den Lebensweg. Für die Angebote der Lambertigemeinde für Kinder wurden an den Ausgängen 375,- Euro gespendet.

Text und Foto: Andreas Scheepker

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