Lieblingsbücher…

Unsere Lieblingsbücher sichtbar machen

Im Auricher Mitmach-Museum gibt es in diesem Jahr einige Exponate zu sehen, die die Kinder ratlos bestaunen und die die älteren Semester laut auflachen lassen. Das alte Wählscheibentelefon mit dekorativem Deckchen, die VHS Videokassette, das Dia oder die Telefonkarte. Alles Dinge, die einmal fest in unserem Alltag verankert waren, und dann doch ausgestorben sind. Anders als das ewig todgesagte Buch, das immer noch in den Bücherregalen steht und immer bereit ist, in die Hand genommen zu werden.

Und so ist es eigentlich nicht erstaunlich, dass Vorfreude herrscht, wenn das Thema „Buchvorstellung“ im Unterricht angekündigt wird. So auch im letzten Jahr in der 6a. Was zunächst nur als Möglichkeit gedacht war, den plötzlichen Lockdown vor der Weihnachtszeit sinnvoll zu füllen, wurde am Ende, aufgrund der Länge des Lockdowns, zu einer digitalen Lehr- und Übungsaufgabe.

Dennoch stand das Buch im Mittelpunkt. Eine bemerkenswerte Auswahl an Bücher brachte die Präsentation zutage: Fantasy Romane, lustige Familiengeschichten, aber auch Bücher mit ernstem politischen Hintergrund. Vorgestellt wurden u. a. „Harry Potter“,  „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Percy Jackson“ und auch „Rennschwein Rudi Rüssel“.

 

Und da Bücher die Gabe haben, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, entstand die Idee, mal zu fragen, was denn die Eltern gelesen haben. Kurz vor den Sommerferien brachten die Schüler die Lieblingsbücher der Eltern mit: da war es wieder das gute, alte Schneiderbuch, das dtv pocket mit dem roten Streifen und das rororo mit dem Comic auf der Rückseite. Und altbekannte Namen wie Enid Blyton, Jack London und Lise Gast tauchten auf.

Die Cover ließen die Schüler genauso staunen wie die Exponate im Mitmach-Museum. Gab es jemals Menschen, die freiwillig diese Frisuren und diese Kleidung getragen hatten?

In fleißiger Heimarbeit stellten die Schüler Inhaltsangaben zu diesen Büchern her. Diese wurden in der Schule gesammelt. Und dann ging es erst so richtig los mit einer ganz anderen Arbeit. Wie ordnet man die Buchbeschreibungen und die Bücher so im  Schaufenster an, dass es gut aussieht?

Das Ergebnis? Geht mit offenen Augen durch die Stadt, dann seht ihr es – das Schaufenster der 7a!

Und weil die Buchvorstellung die Klasse nun beinahe ein Jahr begleitet hat, sollte das Projekt eine Fortsetzung finden. Und so wurde der Staffelstab an die Klasse 6g weitergereicht, die zur Zeit eifrig an ihren Buchvorstellungen arbeitet. Rat und Anregung gibt es von der 7a.

Danke an alle Helfer (Schüler, Eltern,  Frau Memenga und Frau Zimmer-Rapp),  die die Aktion so fleißig unterstützt haben.  

Text und Fotos: Monika Klages

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