MRT und Informatik?

In den Krankenhäusern ist es bereits schwer einen Termin für ein MRT zu erhalten. Aber die Chancen, an einer Führung eines modernen 3-Tesla-Magnetresonanztomographiegerätes teilzunehmen, sind noch geringer. Nichtsdestotrotz war es dem Informatikgrundkurs von Frau Dr. Pedersen am vergangenen Dienstag möglich, einer solchen virtuellen Führung, durchgeführt von Dr. Jochen Hirsch, MR-Physiker beim Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS in Bremen, beizuwohnen.

Pünktlich zum zweiten Gong der 5./6. Stunde wurden die Schülerinnen und Schüler vom Projektleiter begrüsst, woraufhin zunächst die Funktionsweise eines MRTs erläutert wurde. Auch wenn es sich nur um einen Informatikkurs handelt, wurde die Arbeitsweise des Gerätes gut aufgenommen. Ist doch eine umfangreiche Software für die Darstellung der MRT-Schichtbilder verantwortlich.

Zunächst wurde in das Innere von Ananas und Zwiebel mittels Magnetresonanztomographie geschaut und Dr. Hirsch erklärte, dass vor allem der Wasseranteil wichtig ist für eine gelungene Bildgebung.

Dann wurde es so richtig spannend, denn es ging mit der Anwendung des Gerätes an einem Probanden weiter, welcher sich dafür in den Magnetresonanztomographen begab. Die dabei entstandenen Bilder des Gehirns waren für alle mehr als beeindruckend. Auch Herr Tonn und Dr. Donker, die an der Veranstaltung teilnahmen, waren mehr als fasziniert, mit welch akkurater Auflösung diese Bilder generiert werden.

Zum Schluss erläuterte Dr. Hirsch, dass die Entwicklung im Bereich der Magnetresonanztomographie sowohl hardware- als auch softwaretechnisch noch lange nicht beendet sei und die Forschung daran arbeitet, möglichst viele Schichten gleichzeitig zu erfassen sowie mittels künstlicher Intelligenz das MRT noch schneller und besser zu machen.

Text: Bastian Krull

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