Philosophie: FAQ

Hier einige der häufig gestellten Fragen rund um das Fach Philosophie am Gymnasium Ulricianum.

Kann man Philosophie als Prüfungsfach wählen?

Ja, seit Beginn des Schuljahres 08/09 kann Philosophie als P4 (schriftlich) oder P5 (mündlich) gewählt werden.

Was sind zurzeit die Voraussetzungen?

Die Schüler müssen in der Einführungsphase (zukünftig Jg. 10) mindestens einen Philosophiekurs besucht haben.

Was sind die Grundfragen?

Orientierungspunkte des Philosophieunterrichts in der gymnasialen Oberstufe sind (den Vorgaben der Rahmenrichtlinien entsprechend) die drei Grundfragen der Philosophie, wie sie Immanuel Kant formuliert hat:

Was kann ich wissen?

Was soll ich tun?

Was darf ich hoffen?

Diese drei Fragen münden nach Kant in einer vierten:

Was ist der Mensch?


Und was heißt das jetzt konkret?

Wir beackern die Lernfelder „Praktische Philosophie“ (z.B. Gutes Handeln, Freiheit und Determination, Freiheit und Verantwortung, Probleme von Recht, Staat und Gesellschaft, Recht und Gerechtigkeit) und „Theoretische Philosophie“ (z.B. Probleme des Denkens, Erkennens und der Wissenschaft, Zweifel als Grundlage der Erkenntnis). In den kommenden zwei Jahren wird ein besonderer Schwerpunkt im Bereich „Ästhetik“ (Fragen nach Schönheit und Idee, Kunst und Gesellschaft, Kunst und Wahrheit) liegen.

Gibt es ein Zentralabitur Philosophie?

Nein, derzeit noch nicht, aber es gibt „Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung Philosophie“, die im Internet oder bei mir einzusehen sind.

Was ist der Unterschied zwischen „Werte und Normen“ -und Philosophieunterricht ?

Im „Werte und Normen“ – Unterricht werden schwerpunktmäßig ethische Fragen (Was soll ich tun?) behandelt, im Philosophieunterricht alle der oben erläuterten kantischen Grundfragen.

Was wird von den Schülern erwartet?

Lust zum Selbst- und Nachdenken sowie Freude am Diskutieren, Interesse an Personen und Positionen der philosophischen Tradition sowie an der Diskussion individueller und gesellschaftlicher Gegenwartsfragen, Bereitschaft, selbstständig zu arbeiten, eigene Positionen zu entwickeln und perspektivisch zu philosophieren.

Noch Fragen?

Bitte sprechen Sie uns an.

kerstin-niemeyer@web.de

Crashkurs Philosophie:

Durch das Staunen haben die Menschen sowohl jetzt wie zu Anfang philosophiert.
Aristoteles

Der Mensch ist das Maß aller Dinge, der seienden, dass sie sind, der nicht seienden, dass sie nicht sind.
Protagoras

Ich denke, also bin ich.
René Descartes

Man glaubt, das Denken sei
unverbindlich, aber nichts
außer dem Denken bindet uns.
Simone Weill

Um sich selbst zu erkennen,
muss man handeln.
Albert Camus

Was ist zum Schluss der Mensch in der Natur?
Ein Nichts vor dem Unendlichen, ein All gegenüber dem Nichts, eine Mitte zwischen Nichts und All.
Blaise Pascal

Jegliches Handeln hat einen Zweck.
John S. Mill

Die Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind.
Friedrich Nietzsche

Ich muss also das Wissen aufheben, um zum Glauben zu kommen.
Immanuel Kant

Der Mensch ist nichts anderes, als wozu er sich macht.
Jean-Paul Sartre

Wie zahlreich sind doch die Dinge, deren ich nicht bedarf.
Sokrates