Stipendiatenprogramm

Forschungsarbeit hautnah erleben: Das Stipendiatenprogramm der Auricher Wissenschaftstage

Organisationsteam

 Das schulformübergreifende Projekt der Auricher Wissenschaftstage wird von einem dreiköpfigen Organisationsteam ( Herrn Antony, Herrn Völkner und Frau Groen) geleitet, dem Kollegiumsmitglieder der beiden beteiligten Schulen (Gymnasuim Ulricianunm Aurich und BBS 2) angehören; bei uns am Gymnasium ist dies vor allem von Frau Henschel. Das Organisationsteam sammelt jedes Jahr Vorschläge für die Besetzung der Stipendiatenplätze.

 

Organisation des Stipendiatenprogramms

Die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler, also der 10. u.11. Jg., befinden sich in der Regel im 11. Jahrgang, wenn sie ein Stipendium wahrnehmen.; zu Beginn vom 12. Jg. ist ein Praktikum auch möglich. Ich möchte zur freiwilligen Meldung für ein Stipendium ermutigen, insbesondere auch die Mädchen,da die Förderung von Oberstufenschülerinnen im naturwissenschaftlichen Bereich einen besonderen Schwerpunkt der Auricher Wissenschaftstage darstellt.

 

Studien- und Berufsorientierung

Das Stipendium dient der begründeten Studien- und Berufsorientierung in der Regel im naturwissenschaftlichen Bereich. Forschung soll vor Ort als Prozess erfahren werden und nicht nur als Ergebnis. In dieser Orientierungsphase werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten individuell von Wissenschaftlern beraten, die an interdisziplinär angelegten und für die Zukunft relevanten Forschungsprojekten arbeiten. Hierdurch erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Chance, in dem sie interessierenden naturwissenschaftlichen Bereich mögliche Ausbildungsgänge und Berufsbilder differenziert wahrzunehmen und für sich zu bewerten.

Praktikum am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin
vom 8. bis zum 21. Januar 2012
Von Thi Huong Lan Do
>> Praktikumsbericht

Einen weiterer Schwerpunkt stellt  die Stärkung der Autonomie (die Selbständigkeit) der Lernenden dar.

Die Stärkung der Autonomie spiegelt sich auch im Ablauf der Stipendien  wieder:

Der Ablauf der Stipendien gliedert sich in vier Phasen:

–  Auswahlverfahren und Bewerbung: Ein Auswahlverfahren ist notwendig und sinnvoll, da die Anzahl der freiwilligen Meldungen die Anzahl der Stipendiatenplätze deutlich übersteigt.

Um ein Stipendium zu erhalten, müsst ihr eine aussagefähige Bewerbung mit euren Fachpräferenzen, Hobbys, wissenschaftlichen Interessenschwerpunkten und ggfs. gewünschten Forschungszentren bei mir oder Frau Henschel abgeben. Die Bewerbung muss aus drei Blättern bestehen, die ihr bitte einmal als Papierausdruck und zusätzlich als Datei einreicht.

  1. formloses Bewerbungsschreiben, in dem die gerade genannten Aspekte enthalten sind (Interessenschwerpunkte, ggf. geplante Studienrichtung, Hobbys, soziales Engagement …);
  2. tabellarischer Lebenslauf mit

– vollständiger Anschrift inkl. E-Mail-Adresse (am Kopf der Seite)

– Nennung der Prüfungsfächer im Abitur

– Personalausweis-Nummer (am Fuß der Seite)

  1. nicht beglaubigte Kopie des letzten Zeugnisses.

Frau Henschel und ich wählen in Absprache mit eurem bisherigen Fachlehrer oder anderen Lehrern, die euch gut kennen (z.B. dem Klassenlehrer) nach den Kriterien Leistung, Methodenkompetenz, Personalkompetenz und soziale Kompetenz aus den Bewerbungen aus. Bei Gleichrangigkeit entscheidet das Los.

 

>> Praktikumsbericht: Praktikum am Teilchenforschungsinstitut CERN
vom 25. März bis zum 7. April 2012
Von Lisa Janssen

– Vorbereitung der Stipendiaten: Regelmäßig finden Treffen ( jeder erste Mittwoch im Monat um 13.30 Uhr in A3, vor allem vor den Oster- bzw. Herbstferien) aller Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler statt, die gerade vor dem Beginn eines Stipendiums stehen und sich für eines interessieren oder bewerben wollen. Dort werden die bereits ausgewählten Stipendiaten  wechselseitig u. a. via Internet die von ihnen ausgesuchten Forschungszentren, deren Forschungsschwerpunkte und die speziellen Abteilungen vorstellen, in denen sie arbeiten werden. Ferner werden sie auf die von ihnen zu beachtenden Rechtsvorschriften hingewiesen. Die Teilnahme an diesen Treffen ist eine Voraussetzung für alle, die an einem Stipendium interessiert sind und sich bewerben wollen, da wir dort über wesentliche Aspekte informieren und alles besprechen können, zudem lernen wir euch natürlich auch besser kennen.

 

 Reflexion des Aufenthaltes: Zu den Pflichten der Stipendiatinnen und Stipendiaten gehört es, Ergebnisse ihres Stipendiums in verschiedenen Kursen darzustellen und zu diskutieren, Artikel über ihr Stipendium für die Auricher Wissenschaftstage, für Schülerzeitungen und die Lokalpresse zu schreiben und in einem Vortrag auf einer Veranstaltung der Auricher Wissenschaftstage aus der aktuell erlebten Forschungsarbeit einer wissenschaftlich interessierten Öffentlichkeit zu berichten.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten bekommen als Anerkennung für ihre Leistungen Fahrt- und Unterbringungskosten erstattet. Alle weiteren Kosten müssen von ihnen selbst getragen werden.

Für die Abrechnung der originalen Rechnungen und Quittungen sind Frau Steinmeyer und Herr Völkner zuständig.

Ferner erhalten alle Praktikanten eine Bescheinigung über ihr Stipendium.

Sie fahren in kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen zu den verschiedenen Forschungszentren, um eine individuelle Beratung und Förderung gewährleisten zu können.

 

Die beiden Schwerpunkte des auch auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zielenden Stipendiatenprogramms sind also die Studien- und Berufsorientierung und die Stärkung der Autonomie der Lernenden.

Zur Autonomie des Lernenden möchte ich noch kurz erläutern, was wir darunter verstehen:

Wir nehmen euch als Lernende ernst , denn eure authentischen Fragen im Rahmen des Stipendiatenprogramms werden von der Schule an Forschungszentren abgegeben, in denen ihr euch  mit diesen interdisziplinären Fragestellungen in einer ebenfalls authentischen Situation auseinandersetzen könnt.

 

Während der Durchführung des gesamten Stipendiums stehen wir euch im Sinne eines „coachings“ prozessorientiert beratend und unterstützend zur Seite. Zur Stärkung der Handlungskompetenz der Stipendiatinnen und Stipendiaten werden diesen hinsichtlich ihres bereits genehmigten Aufenthaltes an einem Forschungszentrum – dem Bewerbungsbögen und Wünsche der Stipendiatinnen und Stipendiaten vorliegen – lediglich Adresse und Telefonnummer eines Ansprechpartners im Forschungszentrum und ihre Unterkunft mitgeteilt. Alles weitere regeln die Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander und im Kontakt mit dem Forschungszentrum. Ferner werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten auf die von ihnen eigenverantwortlich wahrzunehmenden Möglichkeiten hingewiesen, auf eigene Kosten das entsprechende Forschungszentrum noch einmal zu besuchen oder in einer Art Patenschaft zwischen dem Forschungszentrum und der Stipendiatin bzw. dem Stipendiaten während des Studiums häufiger an das Forschungszentrum zurückzukehren.

>> aktuelle Praktikumsberichte auf den Webeiten der Auricher Wissenschaftstage

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