Ostfriesischer Freiheitsmarkt – Schritt für Schritt zum Pokal

Für den ersten Start um 7 Uhr an einem sommerlichen Septembermorgen auf dem Großen Sett am Hafen waren die Bedingungen optimal. Der Tau lag noch auf dem Gras, die Luft war klar und frisch – von der Hitze, die noch folgen sollte, war nichts zu spüren, aber man merkte bereits, dass ein wunderschöner Tag bevorstand. Es war der erste der vier Starts an diesem Tag (und der acht an diesem Wochenende vom 9. und 10. September) für die Wanderer, die auf jeweils vier verschiedenen Strecken unser schönes Ostfriesland erkunden sollten.

Der erste Schritt: die Strecken

Je nach dem, was sich ein jeder zutraute, konnte er zwischen 42km, 23km, 10km oder 5km wählen, die er zurücklegen wollte. Es bestand die Möglichkeit, sich am Tag selbst noch zu entscheiden, wonach einem war. Viele berichteten, sie hätten sich aufgrund der angesagten Hitze noch spontan für eine kleinere Runde entschieden, aber viele nutzen gerade die kühleren frühen Stunden, um die ganz langen Strecken anzugehen. Die Strecken selbst waren am Samstag und am Sonntag unterschiedlich und verliefen durch unterschiedliche Bereiche der ostfriesischen Natur – mal lief man an Feldern vorbei, mal ging es durch den Wald. Und auch Badegelegenheiten und Möglichkeiten des Ausruhens wurden angelaufen. Wenn man wollte, konnte man am Samstag am Ihler Meer im Sand sitzen und einen Cocktail trinken und am Sonntag in Tannenhausen im See baden oder eine Pommes snacken. Wenn man denn wollte! Denn die Wanderer waren sehr unterschiedlich in ihren Zielen: einige gaben richtig Gas und wollten besondere Zeiten erzielen, sodass sie diese Angebote kaum oder gar nicht nutzen, andere wollten einfach einen gemütlichen längeren Spaziergang mit Freunden machen, zwischendurch ein Kaltgetränk trinken, entspannen und dabei etwas das „Schnitzeljagdartige“ dieses Marschs genießen. Und das ist auch etwas, das diesen Marsch so besonders machte und macht: jeder konnte mitmachen, jeder fand für sich die Strecke, die ihn forderte oder entspannte, jeder konnte entscheiden, ob er allein oder in einer Gruppe lief, und am Ende gab es durchweg zufriedene und glückliche Gesichter zu sehen! Möglich wurde dies auch durch die tatkräftige Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer, die an vielen Stationen, die in kurzen Abschnitten zwischen den größeren Anlaufstellen zu finden waren, kostenloses Wasser und Obst für jeden Wanderer bereithielten. So ließ sich auch die Wärme des Tages gut überstehen!

Der zweite Schritt: die erste Belohnung

Die Wanderer starteten an beiden Tagen jeweils zu unterschiedlichen Zeiten, damit alle dann gegen Nachmittag in etwa zu einer ähnlichen Zeit wieder am Sett waren. Jeder wurde von einem der Organisatoren persönlich empfangen und beglückwünscht – was für ein Gefühl, wenn man nach einem erfolgreichen Marsch stolz durchs Ziel geht und direkt Applaus bekommt! Nach dem Überschreiten der Zielgerade erwartete die zum Teil erschöpften, aber auch durchweg glücklichen Wanderer Verschiedenes, um noch etwas zu verweilen und es sich mit seinen Freunden gut gehen zu lassen: ein Foodtruck und ein Getränkewagen sorgten für das leibliche Wohl, Livemusik für die richtige Stimmung, und auch an die Kleineren wurde gedacht – eine Hüpfburg erfreute sich einiger Beliebtheit.

Der dritte Schritt: die zweite Belohnung

An beiden Tagen haben viele unterschiedliche Menschen an dem Marsch teilgenommen, von ganz jung bis ganz alt – und mit dabei: zahlreiche Ulricianer und Ulricianerinnen! Einige liefen allein, andere nahmen ihre Freunde oder auch ihre gesamte Familie mit. Einige liefen nur an einem Tag mit, andere wanderten sogar an zwei Tagen. Diese Wanderer waren damit für unsere Schule im Rennen um den Pokal für die größte Gruppe angetreten, und das Ulricianum hat auch hier wieder einmal gezeigt, was für eine sportliche Schule es ist! Wir haben die größte Gruppe stellen können und somit den Sieg errungen. Der Wanderpokal wurde von mir am Sonntagabend als Stellvertreterin für die gesamte Gruppe entgegengenommen und wird nun bis zum nächsten Ostfriesischen Freiheitsmarsch im nächsten Jahr bei uns an der Schule verbleiben.

Der vierte Schritt: auf einen weiteren Sieg…?

Nun ist der Sinn eines Wanderpokals ja, dass er wandert. Aber unsere Schule ist dagegen auch ein schöner Platz zum Bleiben…Daher denke ich, es wäre doch gelacht, wenn wir es nicht schaffen würden, den Pokal bei uns zu behalten! Nächstes Jahr wird dann schon der 6. Ostfriesische Freiheitsmarsch stattfinden, und damit wird es für uns ein zweites Mal die Möglichkeit geben, zu zeigen, wie sportlich wir sind – ob an einem Tag für einen ganz persönlich oder an zwei Tagen als Teil des Wettkampfs gegen andere Gruppen. Die Rückmeldungen, die nach diesem Marsch kamen, waren durchweg positiv, und es wäre fantastisch, wenn auch im nächsten Jahr so viele von unserer Schule dabei wären!

Wie also in meiner E-Mail schon angekündigt: sobald es Infos zum nächsten Marsch gibt, werden sie bekannt gegeben, und dann heißt es: „Schuhe schnüren und auf geht’s!“

Links der Bürgermeister Horst Feddermann, zu seiner Rechten Wilfried Theesen, der Vorsitzende des MTV Aurichs & ein Teil des Orgateams.
Verpflegungs- und Kontrollstation

Text und Fotos: Henrikje Gontjes

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